kostenloser Counter

A A A
HOME / /
FOLLOW

Bildung

6. Juli 2014

SPÖ kaschiert Stundenkürzungen mit Mogelpackung!

2012-09-12-Walser-Androsch1Am Vormittag Stunden kürzen und dann am Nachmittag Nachhilfe anzubieten, ist eine pädagogische Mogelpackung und auch sozialpolitisch nicht nachvollziehbar (Wien: Gratis-Nachhilfe, Zusatzstunden gestrichen).
Der Wiener Bürgermeister Michael Häupl verteidigt diese Kürzung um 1,5 Wochenstunden pro Klasse im kommenden Schuljahr: Er spricht bei unseren Vorschlägen von „Zuckerln für die Bobos“.
Österreichs Schülerinnen und Schüler brauchen eine grundlegende Schulreform statt populistischer Hauruck-Maßnahmen. Am Nachmittag als Reparaturmaßnahme für die Kürzungen am Vormittag Gratisnachhilfe anzubieten, ist zynisch. Nachhilfeunterricht an sich ist ein Krankheitssymptom eines Schulsystems, wir brauchen eine Schule, die Nachhilfe unnötig macht und nicht den Bedarf an Nachhilfe weiter erhöht.
Viele Eltern haben sich bei mir gemeldet und um Hilfe gebeten. Sie sind über Stellenkürzungen für Lehrende an den Schulen ihrer Kinder erzürnt und beklagen das Aus für viele bislang bestehende Zusatzangebote, die nun für SPÖ-Wahlpropaganda geopfert werden sollen: Wer Sprachunterricht oder gesundheitsfördernde Maßnahmen wie der Wiener Bürgermeister als „Zuckerl für die Bobos“ bezeichnet, hat ein vorgestriges pädagogisches Verständnis.
Gerne erinnere ich Herrn Häupl an jene Zeiten, als die SPÖ noch konsequenter Mitstreiter im Kampf für eine moderne Gemeinsame Schule für alle bis zum 14. Lebensjahr war: Dem Wiener Bürgermeister empfehle ich einen Blick in die SPÖ-Geschichte, als sich ein Otto Glöckel oder Fred Sinowatz ebenso konsequent für ein modernes und gerechtes Bildungssystem eingesetzt haben wie heute die Grünen. Hannes Androsch (im Bild bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit mir), der Initiator des Bildungsvolksbegehens, hat das erkannt und bei den letzten Nationalratswahlen eine Wahlempfehlung für mich abgegeben.
Für die „Grüne Schule“ gilt: „Kein Kind zurücklassen!“
4. Juli 2014

Newsletter zum Schulschluss!

Gruene-Schule1Zum Schulschluss beziehungsweise zum Ferienbeginn habe ich gestern den letzten Newsletter vor der Sommerpause verschickt.
Das sind die Themen, die ich aufgreife: Für fast 60.000 SchülerInnen werden die Ferien leider nur wenig erholsam und für ihre Eltern womöglich recht teuer, wenn auf Grund eines „Nachzipfs“ eine institutionalisierte Lernhilfe in Anspruch genommen werden muss. Apropos Ferien: Die Ferienregelungen und schulautonomen Tage müssen dringend den Lernbedürfnissen der SchülerInnen angepasst werden. Alle SchülerInnen brauchen Förderung. Die flexible Schuleingangsphase erlaubt ein individuelles Lerntempo, ohne zu stigmatisieren. Ich habe die Landes-BildungssprecherInnen der Grünen zu einem Treffen eingeladen. Gemeinsam haben wir uns u. a. für mehr Schulautonomie ausgesprochen. Wieder einmal fallen die Verantwortlichen bei den Wiener Philharmonikern negativ auf. Diesmal nicht mit ihrer eigenen Geschichte, sondern mit dem besonders unsensiblen Zugang zum Ersten Weltkrieg.
Zusammengefasst also die zentralen Punkte diesmal:
• „Nachzipf“ und institutionalisierte Lernhilfe
• Ferienregelung und schulautonome Tage
• Volksschule: flexible Schuleingangsphase statt starrem System
• Treffen der Grünen LandesbildungssprecherInnen in Wien endet mit Forderungskatalog
• Die Wiener Philharmoniker und der Erste Weltkrieg
Es würde mich freuen, wenn mein Newsletter neue LeserInnen finden würde. Bestellen kann man ihn ganz einfach per Mail: Bitte hinzufügen: Ich bitte um Zusendung des Newsletters. Vielen Dank!
Für die „Grüne Schule“ gilt: „Kein Kind zurücklassen!“
1. Juli 2014

„Schule fürs Leben“ als Schule für die Bildungspolitik!

Gruene-Schule1Gestern war der Abschluss einer einzigartigen Sendereihe des ORF: „Schule fürs Leben“ begleitete Jugendliche aus zwei Schulen über ein Semester durch den Schul- aber auch durch den privaten Alltag. Eine 4. Klasse des Wiener Gymnasiums Rahlgasse wurde mit einer 4. Klasse der NMS Gassergasse zum gemeinsamen Lernen zusammengeführt. Aus der Gassergasse beteiligten sich 24 Kinder mit 17 Muttersprachen: Kinder; die aus Ländern mit autoritären Regimen kommen, teilweise ihre Fluchtgeschichten aus Kriegsgebieten mitbringen und mit Lebensgeschichten fast gänzlich alleine gelassen werden, die schon für Erwachsene unerträglich sind. Die statistische Prognose der Direktorin der NMS Gassergasse: Ein Drittel dieser Kinder wird eine weiterführende Schule besuchen, ein Drittel eine Lehre beginnen (die dann einige wieder abbrechen) und ein Drittel landet im sozialen Abseits.
Der ORF hat in seiner Serie schonungslos alle Baustellen unseres Bildungswesens aufgezeigt: die zu frühe Trennung der Kinder mit 10 Jahren, die soziale Segregation, Ressourcenmangel an den Schulen, völlige Überforderung der LehrerInnen besonders in den „Brennpunktschulen“ und das weitgehend noch aus der Monarchie stammende veraltete Schulsystem.
Was SPÖVP seit Jahrzehnten nicht zuwege bringen, hat „Schule fürs Leben“ vorexerziert: Zusammenführen der SchülerInnen und Zusammenlernen in gemeinsamen Projekten, Auflösung der starren Unterrichtseinheiten, Persönlichkeitstraining wie Körper- und Stimmübungen, erlebnispädagogische Ansätze, Theaterpädagogik und individuelle Fördermaßnahmen. Studien zeigen, dass erfolgreiches Lernen und auch Integration dann passieren, wenn die SchülerInnen das enge Klassenzimmer verlassen, aus dem Unterrichtsgebäude hinausgehen und das private Umfeld Eingang in den Unterricht findet. Das Ergebnis ist nach nur fünf Projektmonaten gleichermaßen ermutigend wie verblüffend: Viele SchülerInnen – egal ob aus NMS oder AHS – geben an, an Selbstbewusstsein gewonnen zu haben, Eltern zeigen sich von den großen Fortschritten ihrer Kinder überrascht, und LehrerInnen meinen, im Projekt mit ihren SchülerInnen gewachsen zu sein. Als „Nebenprodukt“ fand Integration statt, wie sie sein kann und soll, nämlich miteinander und nicht getrennt.
Was bleibt, ist mein Kompliment an den ORF und an die Sendungsverantwortliche Waltraud Langer!
Leider gibt es auch ein „Aber“: Nicht alle SchülerInnen haben das Glück, über eine Fernsehreihe „populär“ zu werden und auf zahlreiche individuelle Hilfsangebote zurückgreifen zu können, von Lerncoaches begleitet zu werden, die mit den Stärken und Schwächen der Jugendlichen arbeiten. Daher ist es die Aufgabe unserer Gesellschaft, jene Rahmenbedingungen zu schaffen, die Chancengleichheit und bestmögliche Förderung für alle garantieren.
Denn, was für die „Schule fürs Leben“ galt, ist auch für die „Grüne Schule“ zentral: „Kein Kind zurücklassen!“
29. Juni 2014

Schulautonomie statt ewiges Kompetenzgerangel zwischen Bund und Ländern

Gruene-Schule1Das war ein tolles und für uns alle sehr motivierendes Vernetzungstreffen: In Wien haben sich die Grünen BildungssprecherInnen aus den Bundesländern und ich zu einem Gedankenaustausch und einer politischen Schwerpunktsetzung getroffen. Die Medien wie etwa der ORF haben ausführlich berichtet, sogar im „Düsseldorfer Abendblatt“ (!) steht ein Artikel über das Treffen.
Unser Resümee: Österreich ist dabei, seine Zukunft unserer Kinder zu verspielen. Wir sind im Bildungsbereich mit vielen Baustellen konfrontiert, es besteht dringender Handlungsbedarf. Lösungsansätze sind derzeit aber nicht in Sicht! Die Grünen waren sich einig, dass die größte Verunsicherung derzeit in den angekündigten Sparmaßnahmen besteht und niemand weiß, wo es weniger Geld geben wird: Derzeit blockieren sich Bund und Ländern gegenseitig, einen sinnvollen Ausweg sehen die Grünen in einer weitgehenden Schulautonomie.
„Fast jedes Genehmigungsverfahren wird derzeit zu einem bürokratischen Spießrutenlauf, etwa für eine alternative Leistungsbeurteilung“, meinte Gottfried Hirz, Grüner Klubobmann im oberösterreichischem Landtag. Einig waren sich alle auch darin, dass die flächendeckende Einführung der Neuen Mittelschule (NMS) eine Fehlentwicklung war. Der Tiroler Abgeordnete Ahmet Demir fasst zusammen: „Teamteaching findet in der Realität bei weitem nicht flächendeckend statt und fällt zunehmend den Einsparungsmaßnahmen zum Opfer. Ein Ausweg kann nur die Gemeinsame Schule aller 6- bis 14-jährigen Kinder sein.“
Weitere Baustellen orteten die LAbg Martina Wurzer aus Wien und Simon Hofbauer aus Salzburg in der schleppenden Vorbereitungen der modularen Oberstufe: „Es drohen ähnliche Pannen wie bei der Einführung der Zentralmatura!“ Probleme orteten sie auch in der ungleichen und ungerechten Praxis bei der Förderung von Privatschulen, der Rücknahme der Versprechungen eines massiven Ausbaus ganztägiger Schulformen usw.
Diese Themenbereiche werden in den kommenden Monate ebenso Schwerpunkte der Grünen Bildungsarbeit auf Bundes- wie auf Landesebene sein wie eine Neuregelung der Ferienordnung, Initiativen zur Sprachförderung oder die Einführung von Sprachzertifikaten für Lehrkräfte mit migrantischem Hintergrund, versichert die LAbg Katharina Wiesflecker aus Vorarlberg. Emmerich Weiderbauer aus Niederösterreich betont die Bedeutung der Ausbildung für Interkulturelle MitarbeiterInnen für Volksschulen in Niederösterreich und für Regina Petrik sind im Burgenland insbesondere die Berufsschulen im Fokus der bildungspolitischen Arbeit.
Insgesamt sehen Zalka Kuchling aus Kärnten unsere Befürchtungen leider ebenso bestätigt wie Ingrid Lechner-Sonneck aus der Steiermark: Die Situation in den Ländern wird zunehmend untragbar, die Sparmaßnahmen sind schon längst in den Schulen angekommen, notwendige Maßnahmen und Reformen ließen auf sich warten. „Es herrscht ein Klima der Verunsicherung, das Kompentenzgerangel zwischen den Ländern und dem Bund verstärkt dies. Meine Schlussfolgerung: „Einen Ausweg aus dieser Sackgasse sehen wir neben dem Ausbau der Schulautonomie in einer indexbasierten Mittelzuteilung an die Schulen!“
Für alle Grünen BildungssprecherInnen und für die „Grüne Schule“ gilt das Motto: „Kein Kind zurücklassen!“
26. Juni 2014

Alternativschulen: schon wieder alles Geld den Reichen?

pk_26-6-2014Im März habe ich unter dem Titel (Privatschulen: alles Geld den Reichen?) einen Blogeintrag verfasst. Inzwischen hat sich die Schieflage im Förderbereich weiter verschlechtert.
Der ORF hat gestern ausführlich darüber berichtet (Eliteschule hätte Förderung wohl nicht nötig), heute habe ich in einer Pressekonferenz (Bild) nachgelegt.
Eines vorneweg: internationale Schulen sind ebenso wichtig wie die alternativen Privatschulen. Sie alle sollen in unserem Bildungssystem Platz haben und faire Bedingungen vorfinden.
Zu den Fakten: Die Vienna International School (VIS) erhält - alle öffentlichen Förderungen zusammengerechnet - über acht Millionen Euro Subventionen, dadurch können den Lehrkräften stolze Jahreseinkommen von bis zu 110.000,- € bezahlt werden, weil Eltern gleichzeitig ein Schulgeld von bis zu 17.500,- € pro Kind bezahlen müssen.
Nichts gegen Privatschulen, im Gegenteil: Ich kämpfe für eine gerechte Verteilung der öffentlichen Subventionen auf alle jene Schulen, welche die Standards erfüllen und Öffentlichkeitsrecht erhalten haben.
Ich habe heute darauf hingewiesen, dass auf die Bundesregierung noch einiges Ungemach zukommen wird: In einem Rechtsgutachten hat mit Dr. Karl Vrba ein ehemaliger Richter und Experte im Wettbewerbsrecht festgestellt, dass die Vorgangsweise der Regierung dem Gleichheitsgrundsatz ebenso widerspricht wie dem Transparenzgrundsatz und dem Nicht-Diskriminierungsgrundsatz. Falls die Regierung die jetzige Praxis nicht korrigiert, wird die Angelegenheit wohl seitens anderer Schulen vor Gericht eingeklagt werden. Das haben die bei meiner Konferenz anwesenden Geschäftsführer Franz Biber und Sabine Biber-Brussmann von der Danube International School bestätigt.
Meine Forderungen:
• Wir verlangen im Bereich der Förderung nichtkonfessioneller Privatschulen volle Transparenz und gleiche Chancen für alle Anbieter von Leistungen. Das gilt insbesondere für die Förderung an die VIS. Alle Anbieter gleicher Leistungen müssen sich in einem offenen Verfahren beteiligen können. Die einseitige Bevorzugung der VIS entspricht nicht dem österreichischen Recht.
• Auch die Beseitigung der finanziellen Benachteiligung von nicht konfessionellen gegenüber konfessionellen Privatschulen ist überfällig. Jedes Kind muss dem Staat gleich viel wert sein.
Für die „Grüne Schule“ gilt: „Kein Kind zurücklassen!“
25. Juni 2014

Ferien-Diskussion: SchülerInnen sind kein Erntehelfer!

FerienDie Diskussion um eine Neugestaltung der Ferienordnung taucht jährlich so sicher auf wie jene um das Ungeheuer von Loch Ness.
Ein paar Hinweis e von meiner Seite: Schul- und Ferienzeiten sollten nach pädagogischen Gesichtspunkten festgelegt werden und sich nicht an den Bedürfnissen des Tourismus oder einzelner Interessensgruppen orientieren. Lernpsychologen sprechen davon, dass ein Sechs-Wochen-Rhythmus ideal wäre. Die lange Arbeitsphase im Herbst sollte daher durch einwöchige Herbstferien entspannt, alle sechs Wochen eine Erholungsphase für die SchülerInnen vorgesehen werden.
Nicht pädagogische Erwägungen, sondern historische, traditionelle und wirtschaftliche Gründe liegen der geltenden Ferienordnung zu Grunde. Die langen Sommerferien habe schon Kaiserin Maria-Theresia eingeführt. Die SchülerInnen sollten bei der Feldarbeit in Erntezeiten helfen. Die Semesterferien – ursprünglich Energieferien – sollten während der Energiekrise der 70er Jahre die Heizkosten für Schulen eindämmen. Und die freien Dienstage nach Ostern und Pfingsten dienten der Anreise von LehrerInnen und SchülerInnen in die Internatsschulen nach den kirchlichen Feiertagen.
Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich geändert, Kinder werden nicht mehr als Erntehelfer benötigt und in den Energieferien wird dank Tourismuswirtschaft mehr Energie verbraucht als im übrigen Jahr. Bei berufstätigen Eltern klafft inzwischen eine Betreuungslücke von 43 Tagen zwischen den Ferienzeiten und dem gesetzlichen Urlaubsanspruch. Besonders die schulautonomen Tage stellen für Eltern eine große Herausforderung dar, weil diese von Schule zu Schule unterschiedlich vergeben werden. Ich habe heute daher gefordert, dass an unterrichtsfreien Werktagen außerhalb der Ferien an den Schulen ein Betreuungsangebot durch FreitzeitpädagogInnen oder auch Vereine angeboten werden soll.
Für die „Grüne Schule“ gilt: „Kein Kind zurücklassen!“
23. Juni 2014

„Was ist eine gute Schule?“

Gruene-Schule1Kein schlechter Titel für eine Bildungsveranstaltung! Wer wird gefagt? Fachleute? Lehrerinnen und Lehrer? Eltern?
Nein - ausnahmsweise nicht. Die drei Berliner Schülerinnen der bekannten Evangelischen Schule Berlin Zentrum (geleitet von Margret Rasfeld) Lara-Luna Ehrenschneider, Jamila Tressel und Alma de Zárate (14, 15 und 16 Jahre alt) lesen aus ihrem gleichnamigen Buch, berichten über ihre außergewöhnliche Schule und diskutieren mit Wiener Schülerinnen und dem Publikum das Thema „Was ist eine gute Schule?“ aus Sicht der Schülerinnen.
Das Ungewöhnliche an der Zusammensetzung der Podiumsteilnehmerinnen: Es diskutieren ausschließlich Jugendliche.
• Moderation: Sibylle Hamann (Falter, Die Presse)
Veranstaltet wird die Diskussion von „Bildung grenzenlos“ in Kooperation mit der Hauptbücherei und der Arbeiterkammer Wien. Erwin Greiner - ehemaliger AHS-Direktor - appelliert an alle LehrerInnen: „Auch eure SchülerInnen sind natürlich herzlich willkommen!“
Eine Anmeldung zu der Veranstaltung ist nicht notwendig.
• Zeit: Dienstag, 24. Juni, 18:30 Uhr
• Ort: Hauptbücherei, Urban Loritz-Platz 2a, 1150 Wien
Für die „Grüne Schule“ gilt: „Kein Kind zurücklassen!“
22. Juni 2014

Schulsystem braucht eine Schulombuds-Stelle!

DenkerIn diesen Tagen werden die „blauen Briefe“ versendet. Viele SchülerInnen fühlen sich - nicht selten zu Recht - ungerecht behandelt. Sie und ihre Eltern wissen oft nicht, wie sie sich weheren können. Zu undurchdringlich erscheint ihnen unser Schulsystem. Sie fühlen sich ausgeliefert.
Gemeinsam mit dem Bildungsexperten Daniel Landau - von ihm stammt die Anregung - habe ich daher eine Initiative gestartet: Wir wollen die Schaffung von Schulombudsstellen in allen Bundesländern. Die Zeit im Bild hat gestern berichtet: Grüne schlagen Schul-Ombudsstellen vor.
In Wien gibt es das seit Jahren. Die Stelle wird von Eltern von SchülerInnen aller Schulstufen aufgesucht, um in Konfliktfällen mit LehrerInnen, Schulleitungen oder Behörden helfend einzugreifen. Weitere Tätigkeiten sind die Beratung von Elternvereinen und die Durchführung von Informationsveranstaltungen für Schulen. Zuletzt wurde die Schulombudsstelle in die Rechtsabteilung des Stadtschulrates eingegliedert, wodurch diese ihre Unabhängigkeit verloren hat. Dadurch kann es zu Interessenskonflikten innerhalb der Abteilung kommen.
In anderen Bundesländern bleibt Eltern und SchülerInnen im Fall von Konflikten nur der Weg zur Volksanwaltschaft oder – seit der Reform der Verwaltungsgerichtsbarkeit – die Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Vor allem letztere Möglichkeit ist bei Eltern und SchülerInnen vielfach noch nicht bekannt und mit hohen Hürden (kurze Beschwerdefrist, eventuell nötige Rechtsberatung) verbunden.
Für eine solche Tätigkeit muss die Schulombudsstelle als weisungsungebundene Stelle mit umfassenden Rechten wie z.B. der Akteneinsicht und Auskunftsrechten ausgestattet werden.
Die Arbeit der Schulombudsstelle ist vielfältig und breit gefächert. Um die ausreichende Erreichbarkeit und Begleitung der SchülerInnen und Eltern zu gewährleisten, sollten die Schulombudsstellen mit zumindest drei Personen (einer Ombudsperson und zwei MitarbeiterInnen) besetzt sein. Darüber hinaus muss sie die Möglichkeit haben, auf vorhandene Einrichtungen und Expertise in den Landesschulräten, im schulpsychologischen Beratungsdienst, auf SchulsozialarbeiterInnen oder bei der Kinder- und Jugendanwaltschaft zuzugreifen.
Es ist schließlich im Interesse aller Beteiligten, dass das System sich weiter verbessert und in unmittelbaren Not- und Konfliktsituationen sofort und möglichst unbürokratisch geholfen werden kann.
Einen entsprechenden Antrag habe ich im letzten Unterrichtsausschuss eingebracht.
Für die „Grüne Schule“ gilt daher: „Kein Kind zurücklassen!“
18. Juni 2014

Theater in die Schule: „teatro caprile“!



Heute mal etwas Erfreuliches. Ich möchte auf ein einzigartiges Angebot für Schulen und LehrerInnen hinweisen: Theaterfachleute - in diesem Fall vom „teatro caprile“ - in die Schule! Die Theatermacherin Katharina Grabher betont: „Wir haben gerade mit LehrerInnen sehr positive Erfahrungen gemacht haben, denen unsere Stücke von Kollegen oder Bekannten weiterempfohlen wurden.“ Und genau das mache ich auch!
Wer sich ein Bild machen möchte, kann das mit obrigem Video oder auf der Homepage: „teatro caprile“.
Im Video zu sehen ist eine stark gekürzte Version des Stücks „Der Lechner Edi schaut ins Paradies“ von Jura Soyfer. Sie wurde vom „teatro caprile“ in Varazdin (Kroatien) im März 2012 aufgeführt und ist ein Teil der Jura-Soyfer-Revue. Es spielen: David Czifer, Sandra Högl, Manfred Stadlmann, Andreas Kosek, Katharina Grabher und Andrea Nitsche. Dramaturgie und Regie: Andreas Kosek
Für die „Grüne Schule“ gilt: „Kein Kind zurücklassen!“
15. Juni 2014

Wie geht es weiter mit dem BIFIE?

BIFIEIn der Sendung „Hohes Haus“ ist erneut ein wichtig Problem aufgegriffen worden: Wie geht es weiter mit dem BIFIE (Bundesinstitut für Bildungsforschung, Innovation & Entwicklung des österreichischen Schulwesens): „Schulaufgaben
Ich habe auf diesem Blog schon oft zum Thema BIFIE und vor allem den unprofessionellen Umgang damit hingewiesen (siehe etwa BIFIE-Datenleck: Bildungspolitik zum Fürchten!).
Es braucht eine Neukonstruktion des BIFIE. Die Grünen Vorschläge in Kürze:
o Das BIFIE muss unter eine Leitung gestellt werden! An die Spitze gerört eine wissenschaftlich renommierte Fachkraft!
o Ein Standort in Salzburg ist ausreichend, der Standort in Wien soll zu einem Kompetenzzentrum umgebaut werden und künftig als nachgeordnete Dienststelle des Ministeriums die Zentralmatura durchführen.
o Zum Aufgabenbereich gehören die Bildungsstandards-Überprüfungen und internationale Testungen wie PISA, PIRLS, TIMMS usw.!
o Das Institut muss entpolitisiert werden, insbesondere die rot-schwarzen Proporzbestellungen müssen endlich ein Ende haben!
Und bevor wir es vergessen eine Erinnerung an alle Beteiligten: Es geht eigentlich auch in diesem Zusammenhang um unsere Kinder! Für die „Grüne Schule“ gilt: „Kein Kind zurücklassen!“

Am meisten gelesen...

1 32175 05.11.08 Der Traum hat sich erfüllt! harald.walser 2 31473 11.05.11 Will Strache Brenner-Grenze verschieben? harald.walser 3 24532 01.05.08 Harald Walser - Lebenslauf harald.walser 4 22778 01.05.08 Meine Grundsätze harald.walser 5 17556 11.10.08 Jörg Haider ist tot! harald.walser 6 17338 01.05.08 Bilder harald.walser 7 16377 01.05.08 Kontaktdaten harald.walser 8 14384 01.05.08 Wahlplakate harald.walser 9 13660 11.03.11 Seminar: „Ideologie und Wirklichkeit des Nationalsozialismus“ harald.walser 10 13338 03.11.08 Who's Nailin' Paylin? harald.walser 11 13150 27.11.08 (Teil-)Zentralmatura - ein Fortschritt? harald.walser 12 13104 16.12.11 „Wehrt euch - occupy Austria!“ harald.walser 13 13012 15.01.09 Cyberangriff gegen den Aufruhrversand harald.walser 14 12991 19.01.09 Zeichen der Hoffnung! harald.walser 15 12817 21.10.08 Warum Martin Graf nicht wählbar ist! harald.walser 16 12611 08.05.09 Fernando Torres nach Altach? harald.walser 17 12598 14.01.13 Bundesheer laut General „megasinnlos“ harald.walser 18 12598 16.11.09 Faymann und Strache als religiöse Fundis harald.walser 19 12583 01.02.11 Karl Heinz Grasser - zu schön, zu jung, zu intelligent! harald.walser 20 12533 02.04.11 „Ein Denkmal für Deserteure“ harald.walser 21 12531 26.03.14 TTIP: No, thanks! harald.walser 22 12481 23.09.10 Ludwig XIV. als Vorbild für Josef Pröll? harald.walser 23 12377 23.01.10 „Reinrassig & Echt“ - blauer Stumpfsinn! harald.walser 24 12332 12.10.08 Jörg Haider - und unser Umgang mit dem Tod harald.walser 25 12223 22.02.11 Was ist mit der Dissertation von Johannes Hahn? harald.walser