Emmerich Tálos präsentiert neues Buch zum Austrofaschismus
harald.walser | 12. Mai, 09:40 | 0 Kommentare
Seit ich im Parlament bin, hat mich das Thema Austrofaschismus schon mehrfach beschäftigt (siehe etwa Austrofaschismus: „... sehr späte Gerechtigkeit!“ oder Austrofaschismus - „ganz offen und ehrlich“!). Immer wieder ging es in meist heftigen Debatten um die Rehabilitierung von Opfern des Austrofaschismus oder um die historische Bewertung der Epoche und um Begrifflichkeiten.Am Dienstag wird nun ein wissenschaftliches Werk präsentiert, mit dem der ausgewiesenste Fachmann auf diesem Gebiet, Univ. Prof. Dr. Emmerich Tálos, auf viele offene Fragen auch Antworten gibt:
„Das austrofaschistische Herrschaftssystem. Österreich 1933–1938“.
Aus dem Präsentationstext: „In den 1930er Jahren vollzogen sich in Österreich, wie in anderen europäischen Ländern, einschneidende politische Veränderungen. Sie kulminierten in der Etablierung des Austrofaschismus. Dieses politisch wie wissenschaftlich umstrittene Herrschaftssystem wird erstmals einer umfassenden Untersuchung unterzogen.
Analysiert werden: Konstituierungsprozess, ideologisches Selbstverständnis, die politischen Strukturen, zentrale Akteure, die Um- und Neugestaltung der wesentlichen Politikfelder, die politische Stimmungslage und die folgenreichen Beziehungen zu Italien und Deutschland.
Eine angemessene Interpretation des „Anschlusses“ Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland im März 1938 kann nur vor dem Hintergrund des Austrofaschismus erfolgen.“
LIT Verlag, Wien 2013, 628 Seiten, 34.90 EUR (br); 79.90 EUR (gb).
Wenn „wir“ den 2. Weltkrieg nicht verloren haben, weil wir uns ja nicht als Nachfolgestaat von Nazi-Deutschland verstehen, was haben „wir“ am 8. Mai dann getan? Etwa gewonnen? Richtig: gewonnen! Obwohl es vielen noch schwer fällt, das so zu sehen. Wir Grüne haben uns dazu auch so unsere Gedanken gemacht, mehr dazu auf unserer Homepage: „
Das nenne ich eine tolle Initiative: Die Wiener Symphoniker starten eine Gegenoffensive zum Gedenken der schlagenden Burschenschaften und geben am Abend des 8. Mai ein Konzert auf den Heldenplatz!
Das ist eine schwierige Sache: Morgen wählen wir im Nationalrat die VolksanwältInnen für die nächsten sechs Jahre. Bislang war das ja eine Wohltat: Weil bei den Wahlen 2006 die Grünen drittstärkste Partei wurden, hatten wir ein Vorschlagsrecht und mit Terezija Stoisits eine hervorragende Kandidatin. Ihre exzellente Arbeit wird noch zu würdigen sein.
Die Jungen Grünen Vorarlberg starten eine „Aktionswoche gegen Rechtsextremismus“ mit einem wirklich spannenden Programm:
In den letzten Wochen scheint es bei den Wiener Philharmonikern zu einem Umdenken gekommen sein. Man stellt sich nun dem Kapitel „NS-Zeit“ („
Seit 1989 organisiert Hannes Schwantner Fortbildungsseminare für LehrerInnen. Auf eines möchte ich heute hinweisen: „Auschwitz – Geschichte, Gedenken und Bildung“. Es findet vom 26. August 2013 – 30. August 2013 in Oświęcim/Krakau statt.
In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit unserem Justizsprecher Albert Steinhauser habe ich heute auf einige „Baustellen der Republik“ im Umgang mit der NS-Zeit hingewiesen.
Reden im Parlament