Was ist daran antisemitisch?

Nachdem auch auf diesem Blog schon einige gefragt haben, was denn an der Formulierung antisemitisch sein soll, habe ich die Gelegenheit genützt und in einem Standard-Kommentar dazu Stellung bezogen: „Gepflegte rechte Tradition in Vorarlberg
Darin geht es nicht nur um eine „Decodierung“ von Eggers „Sager“ („FPÖ überschreitet alle Grenzen“), zumal auch in freiheitlichen Kreisen einige verwundert sind und anscheinend wirklich nicht wissen (wollen?), was denn das Antisemitische daran ist.
In zweiter Linie geht es um die historische Dimension: Warum haben Schwarz und Blau 60 Jahre zusammengearbeitet? Warum hat speziell die ÖVP das trotz absoluter Mehrheit so selbstverständlich betrieben?
Einiges hat sich aber doch geändert. Neu ist, dass die blaue Rechnung mit dem Antisemitismus nicht aufzugehen scheint. Denn viele – nicht nur jüngere – Menschen im Land stellen sich unzweideutig und offensiv gegen diese Politik. Und die Chancen stehen nicht schlecht: Sogar der wertkonservative Teil der ÖVP mit dem Exponenten Herbert Sausgruber zeigt Wirkung und distanziert sich von der antisemitischen und (gesellschafts-)spalterischen Propaganda der FPÖ. Vorsichtig zwar, aber immerhin.
Plumps! (Gast) - 27. Aug, 08:44

Und wie schon oft gesagt...

...gelingt der FPÖ die gesellschaftsspalterischen Propaganda nur, weil alle anderen die offensichtlichen Probleme negieren oder bestenfalls lauwarm zugeben, um dann genauso weiter zu machen.

peter (Gast) - 27. Aug, 10:57

ich glaube fast...

...sie haben den standard-kommentar nicht gelesen?! oder nur sonst so verwirrt?
arnobraendle.com - 27. Aug, 12:16

Fehlerchen im Standard

Ich denke, in der Onlineausgabe des Standard gibt es einen kleinen Fehler:
...und meinte noch 1945, der Nationalsozialismus habe ein "starkes Erbe" hinterlassen: "Und ich schaue heute noch alle, die nachher wieder zum Kreuz gekrochen sind, als lautere Verräter an ...

Meines Wissens sagte dies Natalie Beer in einem Radiointerview 1983.

harald.walser - 27. Aug, 14:58

Du weißt, wo´s weh tut!

Das "Fehlerchen" liegt bei mir. Es ist natürlkich 1983 - habe ich damals in einem Aufsatz für die Allmende seklbst geschriben: http://www.malingesellschaft.at/texte/walser-beer.htm
arnobraendle.com - 27. Aug, 16:16

Eigentlich ist es ein Kompliment ...

...für deinen Unterricht, denn ich konnte mich noch gut daran erinnern, wie wir dieses Interview besprochen haben. In meiner Klasse war auch eine Nachbarin der alten Dame. Überprüft habe ich die Jahreszahl übrigens auf dem von dir angegebenen Link :)

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