Ich denke, dass man die beiden am rechten Rand des politischen Spektrums angesiedelten Parteien und ihre Exponenten ruhig machen lassen kann. Waren diese Parteien in der Vergangenheit noch Sammelbecken für Protestwähler/innen aus allen Lagern, werden zukünftig immer weniger bereit sein diese Parteien trotz ihres Rechtsdralls zu wählen. Während Haider schlau (und frech) genug war, zu jedem Thema im Vor- und Rückwärtsgang einen Meinungszickzackkurs zu fahren, haben seine Nachfolger dieses Talent nicht. Sie wollen die „rechte Idee“ verwirklichen und stellen sich dabei derart ungeschickt an, dass es bald vielen ihrer Wähler/innen zu viel werden wird. Es ist zwar richtig, dafür zu sorgen, dass alle die selbstinszenierte Entlarvung mitbekommen, doch der Angriff auf die Wähler/innen ist aber kontraproduktiv. Erfolgreich zurückdrängen kann man diese Rechtsaktivisten/innen nur, wenn man ihren Wähler/innen ein akzeptables Angebot machen kann. Was anfänglich als der Anfang vom Untergang der österreichischen Rechten aussah, nämlich die Aufspaltung in FPÖ und BZÖ könnte zumindest kurzfristig deren Rettung bedeuten. Die FPÖ kann nun noch weiter rechts ag(it)ieren und das BZÖ als „FPÖ ligh“ fängt auf, wem es in der FPÖ zu derb wird. Dieses Kalkül hätte aufgehen können, doch ein vorbestrafter Sicherheitssprecher, ein selbsternannter Volksanwalt und andere Lebensmenschen geben den anderen Parteien die Möglichkeit, ihr Angebot nachzubessern und Wähler/innen aus der rechten Ecke wieder herauszuholen.
Albert Steinhauser hat mit seinem Antikorruptionsengagement eine Tür für manche oben beschriebene Wähler/innen aufgestoßen. Er macht dringend notwendige Oppositionspolitik. Ich wünsche den Grünen noch mehr Albert Steinhausers, denn Oppositionspolitiker/innen, die solche Themen aufgreifen und kompetent vertreten, haben Chancen auf Erfolge.
Steuerzahler (Gast) - 5. Jul, 18:02
Lieber Arno Brändle!
Ausländer-Kriminalität, EU-Bevormundung, Asyl- und Sozialmißbrauch, Einwanderung in die Sozialsysteme, Islamisierung, Integrationsverweigerung, Parallelgesellschaften, ÖsterreicherInnendiskriminierung - DAS sind die Probleme und Themen, die den FPÖ/BZÖ-WählerInnen (legitimerweise) unter den Nägeln brennen - da ist Bertl Steinhauser ja ganz putzig in seinem Kampf gegen die Abgeordnetenkorruption, mit diesem Thema wird er nur ganz sicher niemanden von FPÖ/BZÖ zu den GrünInnen locken...
Plumps! (Gast) - 5. Jul, 20:36
Natürlich könnten die Grünen WählerInnen gewinnen, die heute FPBZÖ wählen.
Dazu müssten die Grünen aber die Probleme dieser Menschen einmal als solche (an)erkennen und laut ansprechen. Das geht aber nicht, solange es für die Grünen gleichere Menschen in Österreich gibt, die grundsätzlich nie kritisiert werden dürfen, weil das ansich schon als Rassismus gilt.
Rainer Zufall (Gast) - 5. Jul, 21:56
BITTE NICHT!!
Ich bin sehr dafür, die GrünInnen bleiben bei ihren politischen Positionen und die Fronten bleiben somit im Verhältnis 30:10 klar gezogen - ich bitte Sie, plumps!, wo kämen wir denn hin, wenn all der politische Unfug in gesellschafts-, asyl- und einwanderungspolitischen Fragen, den die GrünInnen in den letzten 20 Jahren verzapft haben auch noch durch ideologische Täuschereien (und mehr kann es nicht sein, wenn die GrünInnen auf FPÖ/BZÖ-WählerInnen zugehen) durch einen WählerInnenzuwachs aus dem heimatverbundenen, patriotischen Lager rechts der Mitte belohnt würde??!!
Veritas65 (Gast) - 5. Jul, 23:42
Ohjaa..
.. die Ausländer sind an allem Schuld:
Bildungnotstand, Wirtschaftskrise, Armut, Klimawandel, Welthunger, iranisches Atomprogramm, nordkoreanische Raketentests, den Verurteilungen von Winter und Westenwürschtel, Gaskrise, Parkplatznot... ich danke für diese Erleuchtung!
Hoffentlich räumt das heimatverbundene, patriotische rechte Lager bald auf.... nämlich die weggeworfenen Gratis-Qualitätszeitungen "Heute" und "Österreich" in den Wiener Öffis.
Bekennen Sie sich doch zu schnellen und fairen Asylverfahren und zu menschwürdiger Unterbringung, Betreuung und Versorgung, dann sind sie genau auf den grünen Positionen. Natürlich kostet das, genauso wie alle Maßnahmen zur Integration, auch ein wenig. Aber da gibts ja noch die Verwaltungsreform...
Plumps! (Gast) - 6. Jul, 08:26
@veritas65
Natürlich sind "die Ausländer" nicht an allem Schuld. Wer das glaubt, der sollte lieber bei der FPBZÖ bleiben.
Viele Probleme vieler Menschen in vielen Vierteln in österreichischen Städten liegen aber ursächlich damit zusammen, dass einige ImmigrantInnen sich weigern, sich in diese Gesellschaft zu integrieren. Von der Schulmisere angefangen. Natürlich kann man das weiterhin verleugnen oder ignorieren und alle, die die Realität auch ansprechen, als Rassisten bezeichnen. Das wird aber nur weitere FPBZÖ-Wähler erzeugen und die Grünen allmählich wieder zur 5% Partei machen.
Veritas65 (Gast) - 6. Jul, 10:22
@ Plumps!
1. Ich möchte garniemanden bei der FPBZÖ lassen, sondern allen zeigen, dass mit deren Haß- und Hetzparolen garnichts gelöst wird.
2. Ja, es gibt Integrationsprobleme und wenn Sie genauer hinsehen, dann werden Sie feststellen, dass sich die Grünen sehr konstruktiv damit befassen. Aber einfache und billige Lösungen wird es dafür nicht geben.
3. Auch sie sprechen sinngemäß von "einigen Integrationsverweigerern, die vielen Menschen viele Probleme bereiten". Weltweit liegt die Mißbrauchsrate von sozialen Systemen, egal in welchem Bereich, immer um die 3%.
4. Ich gehe daher davon aus, dass Menschen, die in ein anderes Land auswandern und gerne dort ihr zukünftiges Leben verbringen wollen und es zur (zumindest zweiten) Heimat ihrer Kinder machen, prinzipiell sehr integrationswillig sind und der große Mangel eher bei den Integrationsmöglichkeiten (Maßnahmen sage ich ganz bewußt nicht.) liegt.
5. Natürlich möchten diese Menschen auch ihre Identität behalten, bzw. die 2. und 3. Generation müssen womöglich erst eine finden, was auf der einen Seite wieder Probleme mit sich bringt, auf der anderen Seite aber als Chance gesehen werden sollte. Was wäre denn die gute Wiener Küche ohne die böhmischen Mehlspeisen oder Wien ohne seine Kaffeehäuser?
Den Wähler/innen ein Angebot machen
Albert Steinhauser hat mit seinem Antikorruptionsengagement eine Tür für manche oben beschriebene Wähler/innen aufgestoßen. Er macht dringend notwendige Oppositionspolitik. Ich wünsche den Grünen noch mehr Albert Steinhausers, denn Oppositionspolitiker/innen, die solche Themen aufgreifen und kompetent vertreten, haben Chancen auf Erfolge.
Lieber Arno Brändle!
Natürlich könnten die Grünen WählerInnen gewinnen, die heute FPBZÖ wählen.
BITTE NICHT!!
Ohjaa..
Bildungnotstand, Wirtschaftskrise, Armut, Klimawandel, Welthunger, iranisches Atomprogramm, nordkoreanische Raketentests, den Verurteilungen von Winter und Westenwürschtel, Gaskrise, Parkplatznot... ich danke für diese Erleuchtung!
Hoffentlich räumt das heimatverbundene, patriotische rechte Lager bald auf.... nämlich die weggeworfenen Gratis-Qualitätszeitungen "Heute" und "Österreich" in den Wiener Öffis.
Bekennen Sie sich doch zu schnellen und fairen Asylverfahren und zu menschwürdiger Unterbringung, Betreuung und Versorgung, dann sind sie genau auf den grünen Positionen. Natürlich kostet das, genauso wie alle Maßnahmen zur Integration, auch ein wenig. Aber da gibts ja noch die Verwaltungsreform...
@veritas65
Viele Probleme vieler Menschen in vielen Vierteln in österreichischen Städten liegen aber ursächlich damit zusammen, dass einige ImmigrantInnen sich weigern, sich in diese Gesellschaft zu integrieren. Von der Schulmisere angefangen. Natürlich kann man das weiterhin verleugnen oder ignorieren und alle, die die Realität auch ansprechen, als Rassisten bezeichnen. Das wird aber nur weitere FPBZÖ-Wähler erzeugen und die Grünen allmählich wieder zur 5% Partei machen.
@ Plumps!
2. Ja, es gibt Integrationsprobleme und wenn Sie genauer hinsehen, dann werden Sie feststellen, dass sich die Grünen sehr konstruktiv damit befassen. Aber einfache und billige Lösungen wird es dafür nicht geben.
3. Auch sie sprechen sinngemäß von "einigen Integrationsverweigerern, die vielen Menschen viele Probleme bereiten". Weltweit liegt die Mißbrauchsrate von sozialen Systemen, egal in welchem Bereich, immer um die 3%.
4. Ich gehe daher davon aus, dass Menschen, die in ein anderes Land auswandern und gerne dort ihr zukünftiges Leben verbringen wollen und es zur (zumindest zweiten) Heimat ihrer Kinder machen, prinzipiell sehr integrationswillig sind und der große Mangel eher bei den Integrationsmöglichkeiten (Maßnahmen sage ich ganz bewußt nicht.) liegt.
5. Natürlich möchten diese Menschen auch ihre Identität behalten, bzw. die 2. und 3. Generation müssen womöglich erst eine finden, was auf der einen Seite wieder Probleme mit sich bringt, auf der anderen Seite aber als Chance gesehen werden sollte. Was wäre denn die gute Wiener Küche ohne die böhmischen Mehlspeisen oder Wien ohne seine Kaffeehäuser?