Weitergabe des Feuers!
Tradition ist bekanntlich nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers! So beschloss heute ein Referent seinen Vortrag beim ganztägigen Symposium „Zukünftige Mobilität im Unteren Rheintal“.
In einem waren sich alle Referenten (es waren ausschließlich Männer) einig: In Vorarlberg gab und gibt es wie überall auf der Welt ein zentrales Problem: Das Auto fördert(e) die Zersiedelung der Landschaft! Während sich Vertreter des Landes selbst lobten und auf die Leistungen des Verkehrsverbundes hinwiesen (die es tatsächlich gibt), verwiesen die vielen kritischen Stimmen auf einen einfachen Sachverhalt: Wir können das Verkehrsproblem nicht kurzfristig lösen, sondern müssen aus dem vorhandenen Leidensdruck langfristig denken und in Sachen Verkehr vor allem umdenken. Wenn wir beispielsweise die S 18 gebaut hätten, wäre zwar die Zerstörung unserer Landschaft weiter vorangeschritten und wir hätten Budgetmittel auf Dauer zementiert, eine zukunftsweisende Politik aber wäre dadurch noch schwieriger geworden, weil dafür kein Geld vorhanden wäre. Die Politik muss endlich Farbe bekennen: Ja zum öffentlichen Verkehr - und zwar ohne Wenn und Aber! So ein Bekenntnis hat nämlich Konsequenzen: Wenn wir uns vor Jahren dafür entschieden hätten, das bereits 1995 in einer Diplomarbeit vorgeschlagene Projekt „Ringstraßenbahn“ im Dreieck zwischen Bregenz, Lustenau und Dornbirn zu verwirklichen, hätten wir für die Gegenwart und vor allem für die nachfolgenden Generationen die Grundlage für eine nachhaltige gesunde wirtschaftliche Entwicklung gelegt. Das Lauteracher Ried könnte bewusst zum „Central Park“ der Rheintalstadt und ein ideales Naherholungsgebiet entwickelt werden. Geschätzter Kostenpunkt damals 200 Mio €, heute schätzen das Experten auf 300 Mio und die von mir befragten Beamten der Landesregierung meinten heute, es wäre noch teurer. Wie auch immer: Was haben unsere schwarzen Landesgranden mit ihrem blauen Anhängsel in den letzten Jahren wirklich gemacht? 400 Millionen in Tunnelprojekte wie der 2. Pfänderröhre und den Achrain gesteckt. Damit beseitigen sie bestenfalls Symptome einer verkehrten Verkehrspolitik.
Dabei gibt es Anzeichen eines Umdenkens, es tut sich durchaus etwas im Land. Die „Vision Rheintal“ ist ein zukunftsweisendes und somit begrüßenswertes Projekt des Landes Vorarlberg und der Vorarlberger Rheintalgemeinden. Es gibt Vorschläge und Vernetzungen. Im zentralen Bereich der Mobilität aber bleibt es derzeit bei frommen Wünschen. Wenn etwa die „Vision mobiles Rheintal“ mehr sein soll als nur ein PR-Gag, müssen wir uns endlich an die Umsetzung heranwagen: Nicht die Asche anbeten, sondern das Feuer weitergeben!
In einem waren sich alle Referenten (es waren ausschließlich Männer) einig: In Vorarlberg gab und gibt es wie überall auf der Welt ein zentrales Problem: Das Auto fördert(e) die Zersiedelung der Landschaft! Während sich Vertreter des Landes selbst lobten und auf die Leistungen des Verkehrsverbundes hinwiesen (die es tatsächlich gibt), verwiesen die vielen kritischen Stimmen auf einen einfachen Sachverhalt: Wir können das Verkehrsproblem nicht kurzfristig lösen, sondern müssen aus dem vorhandenen Leidensdruck langfristig denken und in Sachen Verkehr vor allem umdenken. Wenn wir beispielsweise die S 18 gebaut hätten, wäre zwar die Zerstörung unserer Landschaft weiter vorangeschritten und wir hätten Budgetmittel auf Dauer zementiert, eine zukunftsweisende Politik aber wäre dadurch noch schwieriger geworden, weil dafür kein Geld vorhanden wäre. Die Politik muss endlich Farbe bekennen: Ja zum öffentlichen Verkehr - und zwar ohne Wenn und Aber! So ein Bekenntnis hat nämlich Konsequenzen: Wenn wir uns vor Jahren dafür entschieden hätten, das bereits 1995 in einer Diplomarbeit vorgeschlagene Projekt „Ringstraßenbahn“ im Dreieck zwischen Bregenz, Lustenau und Dornbirn zu verwirklichen, hätten wir für die Gegenwart und vor allem für die nachfolgenden Generationen die Grundlage für eine nachhaltige gesunde wirtschaftliche Entwicklung gelegt. Das Lauteracher Ried könnte bewusst zum „Central Park“ der Rheintalstadt und ein ideales Naherholungsgebiet entwickelt werden. Geschätzter Kostenpunkt damals 200 Mio €, heute schätzen das Experten auf 300 Mio und die von mir befragten Beamten der Landesregierung meinten heute, es wäre noch teurer. Wie auch immer: Was haben unsere schwarzen Landesgranden mit ihrem blauen Anhängsel in den letzten Jahren wirklich gemacht? 400 Millionen in Tunnelprojekte wie der 2. Pfänderröhre und den Achrain gesteckt. Damit beseitigen sie bestenfalls Symptome einer verkehrten Verkehrspolitik.
Dabei gibt es Anzeichen eines Umdenkens, es tut sich durchaus etwas im Land. Die „Vision Rheintal“ ist ein zukunftsweisendes und somit begrüßenswertes Projekt des Landes Vorarlberg und der Vorarlberger Rheintalgemeinden. Es gibt Vorschläge und Vernetzungen. Im zentralen Bereich der Mobilität aber bleibt es derzeit bei frommen Wünschen. Wenn etwa die „Vision mobiles Rheintal“ mehr sein soll als nur ein PR-Gag, müssen wir uns endlich an die Umsetzung heranwagen: Nicht die Asche anbeten, sondern das Feuer weitergeben!
harald.walser - 21. Nov, 17:31
Die Visionen hören an den Landesgrenzen auf
In Vorarlberg jedoch herscht ein kleinkariertes Kirchturmdenken vor.
( siehe Reaktion von Amann auf die Aktionen Postner´s).
Zum Eigenlob über den den tollen Verkehrsverbund, möchte ich sagen, Dieser Verbund ist ineffizient, nicht vernetzt , hört an den Grenzen auf. Dies ist beschämend.
Na ja, jedenfalls was Lindau und St. Margrethen betrifft...
Richtung St. Gallen "klemmt's" bei einigen Zügen beim Umsteigen in Bregenz bzw. Bregenz-Riedenburg (15 Min. Wartezeit), hingegen sind die Anschlüsse in St. Margrethen, jedenfalls untertags, allesamt tadellos vertaktet.
Weitere Informationen bietet die Website www.oebb.at.
bestenfalls ein visiönchen
auf anfrage, warum bei den entsprechenden projektsitzungen keine vertreter aus der schweiz anwesend seien, kam postwendend die vielsagende antwort, dass die schweiz im übergeordneten prozess (vision rheintal) durchaus eingebunden gewesen wäre.
muss doch reichen, od'r ?