Proteste gegen Bildungsabbau!
Diese Woche waren in Deutschland in 40 Städten etwa 100.000 SchülerInnen auf der Straße. Sie protestierten gegen Bildungsabbau und für mehr Investitionen. Zusätzlich kam es zu mehreren Besetzungen und der Stürmung von Bannmeilen. Eine Übersicht über den bundesweiten Schulstreik in Deutschland gibt es unter "schulaction.org".
Das war nur eine bemerkenswerte Aktion. Am 5. November gab es sogar einen globalen Aktionstag für freie und emanzipatorische Bildung und gegen die Kommerzialisierung im sogenannten (Global Action Day for Education). In Österreich führte die Hochschülerschaft ihre Aktion sinnigerweise vor der Alten Börse durch. Das Motto: "Geld für Bildung statt für Banken".
Der Hintergrund all dieser Aktionen: Seit den 90er-Jahren gibt es massive Pläne der Weltbank, den Zugang zu Bildungseinrichtungen vor allem bei kreditnehmenden "Entwicklungsländern" an Privatisierungsschritte im Bildungsbereich (wie Studiengebühren, gebührenpflichtige Aufnahmetests etc.) zu koppeln.
Die derzeitige Krise bietet auch eine Chance: Der Neolioberalismus hat durch die von ihm hervorgerufene derzeitige Krise seine vermeintliche und bei uns von Schüssel, Grasser & Co. propagierte Attraktivität verloren. Wir müssen diesem Modell im Bildungsbereich etwas entgegensetzen: freien Bildungszugang für alle! Investitionen in die Bildung (etw durch einen "New Deal" für Bildung - siehe den gestrigen Eintrag) sind nämlich auch Investitionen in einer gerechtere Welt. Und so nebenbei sind sie auch volkswirtschaftlich von Nutzen: derzeit verliert unsere Gesellschaft durch ein Bildungssystem des 19. Jahrhunderts nämlich viel "Humankapital". Nicht zuletzt Bildungsökonomen wie Ludger Wößmann weisen schon lange darauf hin: Wir brauchen das "Hirnschmalz" aller, um die Probleme der Zukunft lösen zu können.
Das war nur eine bemerkenswerte Aktion. Am 5. November gab es sogar einen globalen Aktionstag für freie und emanzipatorische Bildung und gegen die Kommerzialisierung im sogenannten (Global Action Day for Education). In Österreich führte die Hochschülerschaft ihre Aktion sinnigerweise vor der Alten Börse durch. Das Motto: "Geld für Bildung statt für Banken".
Der Hintergrund all dieser Aktionen: Seit den 90er-Jahren gibt es massive Pläne der Weltbank, den Zugang zu Bildungseinrichtungen vor allem bei kreditnehmenden "Entwicklungsländern" an Privatisierungsschritte im Bildungsbereich (wie Studiengebühren, gebührenpflichtige Aufnahmetests etc.) zu koppeln.
Die derzeitige Krise bietet auch eine Chance: Der Neolioberalismus hat durch die von ihm hervorgerufene derzeitige Krise seine vermeintliche und bei uns von Schüssel, Grasser & Co. propagierte Attraktivität verloren. Wir müssen diesem Modell im Bildungsbereich etwas entgegensetzen: freien Bildungszugang für alle! Investitionen in die Bildung (etw durch einen "New Deal" für Bildung - siehe den gestrigen Eintrag) sind nämlich auch Investitionen in einer gerechtere Welt. Und so nebenbei sind sie auch volkswirtschaftlich von Nutzen: derzeit verliert unsere Gesellschaft durch ein Bildungssystem des 19. Jahrhunderts nämlich viel "Humankapital". Nicht zuletzt Bildungsökonomen wie Ludger Wößmann weisen schon lange darauf hin: Wir brauchen das "Hirnschmalz" aller, um die Probleme der Zukunft lösen zu können.
harald.walser - 16. Nov, 10:26