Dem Rassismus keinen Platz!

Mit Fritz Amann von der FPÖ diskutieren zu müssen, ist hart. Ich habe es am Mittwoch (Podiumsdiskussion der Spitzenkandidaten) und heute (Bildungsdiskussion) tun müssen. Immerhin werden Standpunkte deutlich. Für Nicht-Anwesende aber nur, wenn die Medien berichten. Schade, dass der öffentlich-rechtliche ORF von der Podiumsdiskussion nur die dumm-dreisten Angriffe von Herrn Amann auf mich berichtet hat und ihm inhaltliche Stellungnahmen von uns Grünen leider kaum berichtenswert erschienen.
Zu berichten wäre etwa gewesen von der rassistische Hetze und der Tatsache, dass die FPö die WählerInnen mit Lügen und falschen Zahlen bewusst täuscht. Amann behauptete am Mittwoch - wie übrigens sein großes Vorbild HC Strache -, dass 90% der Zuwanderer nicht arbeiten, sondern von staatlichen Unterstützungen leben. Wörtlich behauptete Amann, es gebe „eine Nettozuwanderung von 50.000 Personen“. Aber nur 5.000 davon würden arbeiten. Der Rest liege unserem Sozialsystem auf der Tasche.
Diese Aussagen sind nachweislich falsch. Die blauen Herren operieren mit manipulierten Zahlen, mit einer falschen Darstellung der Rechtslage und mit unzulässigen Schlussfolgerungen. Nicht 50.000, sondern 38.000 beträgt die Netto-Zuwanderung 2007. Arbeitslosen- oder Notstandshilfe bekommt man erst nach Jahren. Anspruch darauf hat nur, wer innerhalb der letzten zwei Jahre 52 Versicherungswochen nachweisen kann. Das kann auf neu Zugewanderte gar nicht zutreffen.
Die Freiheitlichen verbreiten Lug und Trug und behaupten, eine „Solidargemeinschaft der Inländer“ zu vertreten. In Wahrheit sind Amann & Co. Hassprediger und spalten die Gesellschaft. So werden Probleme geschaffen, statt sie zu lösen.
Elmar Zuchristian (Gast) - 19. Sep, 08:00

Verschreiber?

Ich war nie gut in Mathematik, aber "innerhalb der letzten zwei Jahre 52 Versicherungsmonate" werden wohl nicht so leicht nachzuweisen sein.

harald.walser - 19. Sep, 08:14

Danke für den Hinweis!

Gemeint sind natürlich Versicherungswochen.
arnobraendle.com (Gast) - 19. Sep, 08:51

Blau - Orange: Keine Regierungsalternative!

Es wäre interessant zu wissen, was die FPÖ bzw. das BZÖ (für mich sind die beiden Parteien kaum zu unterscheiden) überhaupt unter „Inländer“ versteht. Was macht einen Menschen zum „Innländer“ oder zum „Ausländer“? Ein eindeutiges Unterscheidungsmerkmal wäre die Staatsbürgerschaft. Nun setzten sich die beiden Parteien nicht besonders stark für die Einbürgerung von Immigranten ein. Dürfen sich eingebürgerte Österreicher und Österreicherinnen von diesen Österreichparolen (positiv) angesprochen fühlen?
„Daham statt Islam“ (FPÖ Plakat), was bedeutet das? Stehen die beiden Rechtsparteien für Religionsfreiheit und somit hinter der Verfassung oder bin ich als zum Islam konvertierter (fiktives Beispiel, ich bin aus Überzeugung ohne Religionsbekenntnis) Österreicher nicht mehr in diesem Land „daham“?
Die Antworten, die von beiden Parteien gegeben werden, outen sie als „völkisch“ (was sich gefährlich nahe am Rassismus befindet) und antiislamisch, was der verfassungsmässig garantierten Religionsfreiheit widerspricht.
Wenn sich eine Partei, oder wie in unserem Fall zwei Parteien, ausserhalb des weiten, von der Verfassung definierten Rahmens befinden, dann dürfen sie keine staatstragende Rolle übernehmen, d.h. sie können nicht einer österreichischen Regierung angehören. Das klare Bekenntnis zur Verfassung und deren Inhalten ist das Minimum, das eine Regierungspartei als Qualifikation aufweisen können muss. Weder FPÖ noch das BZÖ nehmen diese Hürde.
Egal wie rot-schwarz-verdrossen ein Mensch ist, Blau und Orange eignen sich nicht als Regierungsalternative. Wer zu Rot-Schwarz eine Alternative ermöglichen will, muss Grün wählen.

GsiBerger (Gast) - 19. Sep, 12:20

Keinerlei Berührungsängste

Die FPÖ hat offensichtlich überhaupt keine Problem mehr damit, ihre hässliche Fratze vor aller Öffentlichkeit zu entblößen. So hat sie auch kein Problem damit, mit der vom NRW-Verfassungsschutz beobachteten rechtsextremen Gruppierung "Pro Köln" zu paktieren und kommt auf deren Homepage sogar als Titelmeldung vor. Da er durch den Nationalratswahlkampf ja so in Anspruch genommen sei, könne er leider nicht persönlich zum so genannten "Anti-Islamistenkongress" in Köln kommen, wo sich Rechtsextreme aus ganz Europa tummeln, deshalb schickt er eine Videobotschaft (50 MB). Er unterstütze die Intentionen des Kongresses "aus vollstem Herzen" und spricht von seinen "Freunden von Pro Köln", die er unterstütze und die eine "junge, mutige Bürgerbewegung" darstelle. Eine Partei die so offensichtlich rechtsextreme Positionen vertritt und mit Verfassungsfeinden aus ganz Europa paktiert, gehört nicht ins Parlament!
Umso wichtiger ist es nächsten Sonntag Grün zu wählen und damit die blaubraunen Hetzer nicht in den Genuss des 3. Platzes kommen. Wer wirklich was bewegen will, muss meiner Meinung nach Grün wählen, jede Stimme für LIF und Co. wäre eine verlorene Stimme und würde schwarz-blau-orange stärken!

zur Erinnerung (Gast) - 19. Sep, 14:05

Bitte nicht

am Sonntag wählen gehen.
Die Wahlen finden am 28.September statt, also übernächsten Sonntag.
roman (Gast) - 20. Sep, 03:26

nun

schlussendlich können einem solche deppen wie strache nur leid tun, mehr aber noch die menschen die ihn wählen...da zu diskutieren bringt e nix...
Österreicher (Gast) - 19. Sep, 13:14

Traumwelt

Hallo!

Dieser Text ist wieder einmal von Träumern zusammengeschrieben worden, die nur scharf auf die Ausländerstimmen sind! Die Grünen vergessen immer mehr für WAS und WEN Sie stehen wie z.B. die Umwelt, daweil kümmern Sie sich nur um die Ausländer damit sie Stimmen bekommen sonst NICHTS! Macht die Augen auf, dann seht Ihr wie es um Österreich steht! Kulti-Mulit ist vorbei!
lg

GsiBerger (Gast) - 19. Sep, 13:33

Träumer!

Machen Sie doch die Augen auf und schauen sich diese Homepage an, Sie werden erkennen, dass hier sehr wohl viele wichtige Themen - darunter auch Umwelt - sehr differenziert behandelt werden. Mir fällt bei den Ausländerfeinden auf, dass Sie selbst leider nicht wirklich Deutsch können, wie Ihr Posting wieder einmal bestätigt. Übrigens: Stimmen von Ausländern zu bekommen, dürfte schwierig sein. Wenn Sie in der Schule aufgepasst haben, wissen Sie, dass Ausländer in Österreich bei Nationalratswahlen nicht wählen dürfen. Was Sie offensichtlich nicht kapieren: es geht darum, der menschenverachtenden Politik von FPÖBZÖ endlich ein Ende zu setzen und nicht um Stimmenfang!
Fragender (Gast) - 19. Sep, 14:05

wieso

gleich so aggresiv?
bartenstein - 19. Sep, 18:28

Harald, herzliche Gratulation zu deinem sehr guten Auftritt bei der ORF/VN-Podiumsdiskussion!

Trackback URL:
http://haraldwalser.twoday.net/stories/5200772/modTrackback

Aktuelle Beiträge

Es ist immer leicht...
...die eigenen Fans zu befriedigen. Schwierig ist es...
Plumps! (Gast) - 25. Dez, 19:34
Lichter
Die Grünen haben heuer wirklich viel Gutes bewirkt....
Chrom (Gast) - 24. Dez, 23:30
Hier eine "Weihnachtsbotschaft"
für Menschen, welche willens sind, fortan von...
KFWB (Gast) - 24. Dez, 08:19
Ein Jahr im Parlament!
Von der Internet-Plattform „politspiegel.at“...
harald.walser - 23. Dez, 18:58
Skandal
Ich bin sehr traurig und hoffe dass die Verleiher dieses...
Helmi (Gast) - 22. Dez, 19:05

Archiv

September 2008
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So