Keine Wachteleier Reform, sondern seriöse Steuerpolitik!
VdB hat es gestern Herrn Strache mit der nötigen Klarheit vermittelt: Die überaus teure (eine Mrd.!) Senkung der MWSt bringt nicht jenen treffsichere Entlastung, die es brauchen: die unteren und mittleren Einkommen.
Derzeit wird in Österreich Arbeit bestraft, Vermögen dagegen belohnt. 1990 machte das Aufkommen aus Lohnsteuer, Einkommensteuer, Sozialversicherungsbeiträgen und Lohnsummensteuern 23.7% des BIP aus, 2005 waren es schon 26.4%. In der EU15 gingen diese Abgaben geringfügig zurück (von 21.8% auf 21.7%). Im gleichen Zeitraum fiel das Aufkommen an Vermögenssteuern in Österreich von 1.1% auf 0.6% des BIP, in der EU15 stieg es von 1.6% auf 2.1% an. Österreich hat neben Mexiko, Tschechien und der Slowakei die niedrigsten Vermögenssteuern unter den 30 Staaten der OECD.
Die ÖVP hat sich längst als Partei des Mittelstands verabschiedet und agiert als Schirmherrin der Superreichen, das SPÖ-FPÖ-Geplänkel unterstützt das, weil es das wahre Problem verschleiert.
Ins Stammbuch der Schwarzen: Die starke steuerliche Belastung von Erwerbsarbeit gegenüber Vermögen ist nicht nur unfair, sondern auch unklug. Teure Arbeit führt zu weniger Beschäftigung. Am Ende soll dann wieder der Sozialstaat die Rechnung zahlen. Daher müssen jetzt die unteren Einkommen und die Mitte entlastet werden!
Bei niedrigen Einkommen in Form einer "Negativsteuer" - also Zahlungen des Staates an jene, die zu wenig verdienen, um von einer Lohnsteuersenkung zu profitieren. Das hat übrigens Bill Clinton in den USA vorexerziert!
Unser Modell sieht eine Entlastung in Höhe von etwa 2,5 Mrd. € vor. Davon entfallen mehr als 90% auf die Senkung der Steuersätze im unteren und mittleren Einkommensbereich (Eingangssteuersatz von derzeit 38% auf höchstens 33% sowie eine Entlastung der Arbeitseinkommen von den Folgen der kalten Progression).
Das steuerliche Herumspielen mit der Wachteleier-Besteuerung überlassen wir den Herren Strache und Faymann.
Derzeit wird in Österreich Arbeit bestraft, Vermögen dagegen belohnt. 1990 machte das Aufkommen aus Lohnsteuer, Einkommensteuer, Sozialversicherungsbeiträgen und Lohnsummensteuern 23.7% des BIP aus, 2005 waren es schon 26.4%. In der EU15 gingen diese Abgaben geringfügig zurück (von 21.8% auf 21.7%). Im gleichen Zeitraum fiel das Aufkommen an Vermögenssteuern in Österreich von 1.1% auf 0.6% des BIP, in der EU15 stieg es von 1.6% auf 2.1% an. Österreich hat neben Mexiko, Tschechien und der Slowakei die niedrigsten Vermögenssteuern unter den 30 Staaten der OECD.
Die ÖVP hat sich längst als Partei des Mittelstands verabschiedet und agiert als Schirmherrin der Superreichen, das SPÖ-FPÖ-Geplänkel unterstützt das, weil es das wahre Problem verschleiert.
Ins Stammbuch der Schwarzen: Die starke steuerliche Belastung von Erwerbsarbeit gegenüber Vermögen ist nicht nur unfair, sondern auch unklug. Teure Arbeit führt zu weniger Beschäftigung. Am Ende soll dann wieder der Sozialstaat die Rechnung zahlen. Daher müssen jetzt die unteren Einkommen und die Mitte entlastet werden!
Bei niedrigen Einkommen in Form einer "Negativsteuer" - also Zahlungen des Staates an jene, die zu wenig verdienen, um von einer Lohnsteuersenkung zu profitieren. Das hat übrigens Bill Clinton in den USA vorexerziert!
Unser Modell sieht eine Entlastung in Höhe von etwa 2,5 Mrd. € vor. Davon entfallen mehr als 90% auf die Senkung der Steuersätze im unteren und mittleren Einkommensbereich (Eingangssteuersatz von derzeit 38% auf höchstens 33% sowie eine Entlastung der Arbeitseinkommen von den Folgen der kalten Progression).
Das steuerliche Herumspielen mit der Wachteleier-Besteuerung überlassen wir den Herren Strache und Faymann.
harald.walser - 10. Sep, 07:54
Jetzt reichts mir aber mit den "Superreichen"
Das ist ab einem Vermögen von 30 Millionen. Weltweit sind nur 1 % der Millionäre Superreiche. Auf Österreich umgerechnet würde es 600 Superreiche geben (habe leider keine genauen Zahlen gefunden).
Bei aber über 3000 Stiftungen in Österreich (deren grosser Gegner die Grünen ja sind und in dem Zusammenhang immer das Wort "Superreiche" fällt) muss da doch wohl der eine oder andere "normale" Millionär dabei sein. Ich kenne schon zwei Familien die in die unterste Stufe (1-5 Millionen) gehören und eine Stiftung haben. Einmal ein etwas grösseres Haus verkauft und man ist Millionär. Das kann jeden "treffen".
Also stellen Sie ihre Wortwahl um und wenn Sie das brav von oben übernehmen, leiten Sie es dahin weiter.
Die armen Millionäre
Wenn jemand das Pech hat Millionär zu werden, soll er sich auch angemessen an der Gemeinschaft beteiligen.
Um noch eine kleine Rechnung anzustellen: bei einem Durchschnittseinkommen in Österreich von 1730 EUR benötigt jemand 578 Monatsgehälter bis er die Million zusammen hat, ohne dass er in der Zeit auch nur einen Euro ausgibt. Erzählen Sie bitte jemandem der täglich hackeln geht um seine Familie über die Runden zu bringen, dass ein Millionär nicht superreich ist.
Wenn´s dem Herrn Hans reicht, ist das halt so!
Damit wären immerhin 1,9 Prozent der Erwerbstätigen Millionäre. Zusammen kommen allein die 50 Reichsten in Österreich auf 55 Milliarden Euro.
Sie alle dürfen ruhig auch ein klein wenig mehr zum Sozialstaat Österreich beitragen, auch wenn´s dem "Hans" schon jetzt reicht!
Ich will nur klarstellen, dass hier immer von Superreichen geredet wird aber die meisten Personen die in Österreich Stiftungen haben bei Weitem keine Superreichen sind.
Das mehr zum Sozialstaat beitragen "dürfen" find ich absolut okay. Nur nicht müssen.
vertippt?
ICH BITTE SIE!
Sehr geehrter Herr Dr. Morscher!