Erfreuliches und Unerfreuliches auf der Messe!

Das war ein spannender Tag: Zuerst Messeeröffnung, dann einen Tag lang Diskussionen am grünen Messestand. Das eine unerfreulich, das andere sehr erfreulich.
Die Reden von Bartenstein und vor allem Sausgruber bei der Messeeröffnung lassen die ÖVP als Panikorchester dastehen: Der sich ansonsten so besonnen gebende Oberbuchhalter im Landhaus trieb es in seiner Ansprache so bunt, dass sich alle anderen Parteien sofort (!) zu einer gemeinsamen Erklärung entschlossen (http://vorarlberg.orf.at/stories/302449/). Bitte keine Wahlreden mit Unwahrheiten und Unterstellungen (obwohl die Grünen die Grundsteuer abschaffen wollen, behauptet Sausgruber wir würden sie verdreifachen wollen; Erbschaftssteuer belaste auch den kleinen Häusel- oder Wohnungsbesitzer).
Peinlicher Höhepunkt: Unter dem Motto „Kinder in die Mitte“ gibt es eine Sonderschau, die unser Landesfürst ordentlich missverstand: Er stellte sich als Höhepunkt und Abschluss der Eröffnung selbst in die Mitte von 60 Kindern und ließ sich von diesen feiern!
Das kam beim Wahlvolk - und da sind wir beim erfreulichen Teil - sichtlich nicht gut an. Viele Menschen durchschauen das traurige Spiel der vor den Umfrageergebnissen erstarrten Landesschwarzen. Die erfreulichsten Erlebnisse heute waren jedoch viele Gespräche vor allem mit jungen Menschen. Ein Beispiel: Zwei Mädchen kamen am Vormittag mit einem Zettel, auf dem acht bis neun konkrete Fragen aufgelistet waren. Wir haben uns detailliert darüber unterhalten und diskutiert. Am Nachmittag kamen die beiden wieder vorbei und gaben Feedback: Sie hatten alle Parteien abgeklappert. Das Ergebnis: Die Grünen liegen aus ihrer Sicht wirklich sehr gut! Wie sie wählen ist natürlich ihr Wahlgeheimnis! Also: Bitte kein Gejammer mehr über unsere angeblich so unpolitische Jugend! Wählen mit 16 war jedenfalls überfällig.
Ich freue mich schon auf den heutigen Messetag!
Elmar Zuchristian (Gast) - 4. Sep, 08:12

Unerfreuliches auf der Messe?

Der Herr Landeshauptmann Sausgruber hat in seiner Rede keine der Parteien beim Namen genannt. Er hat ganz allgemein darauf hingewiesen, was herauskommen kann, wenn die Wahlversprechen überhand nehmen, wie es derzeit geschieht. Es stimmt, er hat auch angesprochen dass eine Grundsteuererhöhung im Raum steht, wenn Wahlversprechen finanziert werden sollen. Und sicher hat er mit seiner diesbezüglichen Sorge, auch die nun kurz vor der Wahl aufgetauchten Versprechen seiner eigenen Partei nicht ausgenommen.

Benennt man die "Esel", dann kommen sie angerannt.

Mit anderen Worten: Wenn die Grünen keine Grundsteuererhöhung in ihrem Programm haben, was mich sehr wundert, warum fühlen sie sich dann in diesem Punkt angesprochen.

Als Mitbesitzer (zusammen mit meiner Frau) eines Einfamilienhauses, weiß ich, dass Grundsteuererhöhungen immer wieder von der SPÖ gefordert wurden. Und gerade mit dieser SPÖ wollen die Grünen ihre ersehnte Reformkoalition bilden. Ich selbst empfinde die Grundsteuer, sie sollte ruhig der Inflation angepasst werden, für durchaus gerechtfertigt. Das ganze Jahr über freie Zufahrt zu meinem Grundstück und der Schutz meines Eigentums durch die Exekutive und vieles mehr, sollte den Grundbesitzern doch einiges wert sein.

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