Aufstehen und kämpfen gegen die Atomkraft!
Zwei Botschaften der letzten Tage bestärken die Gegner der Atomkraft in unserem Land: Zum einen wurde die „Grande Dame“ der Anti-AKW-Bewegung Hildegard Breiner gestern mit dem Toni-Russ-Preis und Toni-Russ-Ring ausgezeichnet. Sie ist aufgestanden und hat gekämpft, als es notwendig war: Ende der 70er-Jahre im Kampf gegen Zwentendorf. Immerhin 84 Prozent der VorarlbergerInnen stimmten 1978 gegen die Inbetriebnahme Zwentendorfs - und waren das Zünglein an der Waage.
Heute ist der Widerstand genauso wichtig. Wie verantwortungslos die Atomlobby zu Werke geht, zeigt folgendes Beispiel:
Betreiber und Behörden im niedersächsischen Atommülllager Asse haben der Bevölkerung immer wieder eingeredet, dass lediglich schwach und mittelstark strahlende radioaktive Abfälle gelagert werden. Jetzt wurde bekannt, dass es dort seit über 30 Jahren auch hoch radioaktive Alpha-Strahler (Americium-241) gibt.
Deutsche Aktivisten wiesen auch in anderen Fällen schon vor Monaten darauf hin, wie fahrlässig in der Atomindustrie inzwischen mit radioaktiven Abfällen umgegangen wird. In einem Industriegelände in Hanau-Wolfgang gibt es keine Kontrollen am Eingang und am Einfahrtstor der Firma NCS. Außerdem werde das Einfahrtstor zum Inneren des Firmengeländes häufig offengelassen. NCS benutze verrostete Container, die keine Sicherheit der gelagerten radioaktiven Abfälle garantierten.
Nun soll ausgerechnet hier für Abfälle aus deutschen Atomkraftwerken ausgebaut werden. Die Stadt Hanau versucht, das zu verhindern, hat aber ein Berufungsverfahren vor dem hessischen Verwaltungsgerichtshof vorläufig verloren: Aufstehen und kämpfen!
Heute ist der Widerstand genauso wichtig. Wie verantwortungslos die Atomlobby zu Werke geht, zeigt folgendes Beispiel:
Betreiber und Behörden im niedersächsischen Atommülllager Asse haben der Bevölkerung immer wieder eingeredet, dass lediglich schwach und mittelstark strahlende radioaktive Abfälle gelagert werden. Jetzt wurde bekannt, dass es dort seit über 30 Jahren auch hoch radioaktive Alpha-Strahler (Americium-241) gibt.
Deutsche Aktivisten wiesen auch in anderen Fällen schon vor Monaten darauf hin, wie fahrlässig in der Atomindustrie inzwischen mit radioaktiven Abfällen umgegangen wird. In einem Industriegelände in Hanau-Wolfgang gibt es keine Kontrollen am Eingang und am Einfahrtstor der Firma NCS. Außerdem werde das Einfahrtstor zum Inneren des Firmengeländes häufig offengelassen. NCS benutze verrostete Container, die keine Sicherheit der gelagerten radioaktiven Abfälle garantierten.
Nun soll ausgerechnet hier für Abfälle aus deutschen Atomkraftwerken ausgebaut werden. Die Stadt Hanau versucht, das zu verhindern, hat aber ein Berufungsverfahren vor dem hessischen Verwaltungsgerichtshof vorläufig verloren: Aufstehen und kämpfen!
harald.walser - 3. Sep, 06:26
Ich frage Sie
p.s.: Mich wundert schon, welche Bedeutung ausgerechnet Sie als Grüner einem Preis zumessen, dessen Namensgeber DDr. Toni Russ meines Wissens nach Mitglied der NSDAP und der Waffen-SS war und deshalb nach dem Krieg mit 1-jährigem Berufsverbot belegt wurde... diesen Preis sollten Sie ehestbald vergessen!!
Sehr geehrte Frau Böhler!
Zu Toni Russ: Können Sie mir die Quelle für Ihre Behauptungen nennen?
Ihr Eintrag
Was nun DDr. Toni Russ betrifft, so möchte ich Sie bitten, sich an den Historiker Dr. Wolfgang Weber vom Vorarlberger Landesarchiv zu wenden - der kann Ihnen das (so hoffe ich zumindest - zumindest weiß er, wo er nachzusehen hat) besser mit Quellenmaterial belegen als ich es je könnte, der mir das mit meinen 78 Jahren als Alt-Bregenzerin "nur" eben schon seit den 1950er-Jahren bekannt ist. In den 1950er,1960er-Jahren hat dieses Wissen auch noch kaum jemanden in den Medien, der Politik und der Öffentlichkeit wirklich gestört (man hatte andere, existentielle Sorgen und blickte ausschließlich nach vorn) und selbst die Betroffenen haben darüber (teilweise durchaus auch mit Stolz) mehr oder weniger offen gesprochen. Ich kann also nur sagen, dass die unrühmliche Vergangenheit von DDr. Toni Ruß zu dieser Zeit in Bregenz allgemein bekannt war - Sie müssen sich vorstellen: Bregenz war ein "Dorf", wo beinahe jeder jeden kannte und sich die Menschen im Umkreis von 500 Meter um die Kaiserstraße beinahe täglich über den Weg liefen. Toni Ruß war ein sehr geselliger, dem Alkohol auch nicht abgeneigter, redseliger Mensch und so haben sich solche Dinge eben auch verbreitet.
Ich möchte aber ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich keine (schriftlichen) Beweise für meine Behauptungen vorlegen kann und auch in meinem ersten Eintrag schrieb "...meines Wissens nach..."
Mit freundlichen Grüßen aus Bregenz
Bei allem Respekt vor Ihren 78 Jahren, Frau Böhler,
Übrigens: Wer im Umfeld der VN tatsächlich bekennender Nationalsozialist gewesen ist (gerade auch in seiner journalistischen Tätigkeit), das war der spätere, langjährige Chefradekteur Franz Ortner. Näheres dazu in der Broschüre der Malin-Gesellschaft "J. A. Malin im Widerstand" (1983).
Sehr geehrter Herr Dr. Greussing!
Herzliche Grüße und Ihnen alles Gute
Mag. Wilfried Hämmerle, Lustenau
@ Mag. Hämmerle
Ich sehe das wie Sie, möchte aber zudem daran erinnern, dass Dr. Russ vor 1938 Herausgeber der "Vorarlberger Landeszeitung" war und klar dem christlich-sozialen Lager zugeordnet wurde. Deshalb erhielt er von der französischen Besatzungsmacht unmittelbar nach Kriegsende auch die Lizenz zur Herausgabe der VN. Bin aber auf weitere Forschungsergebnisse gespannt.