Schwarz-Blau revival?

Landesstatthalter Markus Wallner meinte heute in einem Interview mit der „Presse“ in Bezug auf die schwarz-blaue Koalition: „Wenn man die letzten Jahre vergleicht, dann war das sicher die innovativere Regierung.“
Der liberale Lack ist recht schnell ab, wenn es um die Macht geht. Die ÖVP zieht alle Register: Nicht wenige präferieren sogar Schwarz-Grün. Wie ist es um eine Partei bestellt, die zu derartigen politischen Bocksprüngen in der Lage ist und in einem Atemzug Koalitionen mit den blauen Hasspredigern und den Grünen für möglich hält? Um politischen Gestaltungswillen und eine positive Veränderung der Gesellschaft kann es diesem Machterhaltungsverein jedenfalls nicht gehen. Hauptsache es gibt haufenweise Posten, Posten und nochmals Posten.
Und zur Erinnerung einige Beispiele der schwarz-blauen "Erfolgsbilanz":
+ Absoluter Stillstand im Bildungsbereich, dafür aber Studiengebühren
+ Personelle Säuberung und Umfärbung in Polizei, Universitäten (mit haufenweise rechtsextremen Burschenschaftern in diversen Gremien) etc.
+ Österreich wird im Klimaschutz zum europäischen Schlusslicht (Kyoto-Ziele)
+ Beschädigung der Unabhängigkeit von ORF, Polizei und Justiz
+ Bewusste Verletzung der Verfassung
+ Einschränkung der Rechte des Nationalrats
+ Kampf gegen den Hauptverband der Sozialversicherungsträger
+ Kampfansage gegen die unabhängige Jusiz ("Spitzelaffäre"), bis sich 1280 Richter und Staatsanwälte mit einem Offenen Brief wehrten
+ Niederschlagung des Verfahrens gegen Karl Heinz Grasser gegen den Widerstand zweier unabhängiger Richtersenate, trotz eindeutiger Gutachten und Sachbeweise
+ Herbert Haupt als Frauenminister
usw.
Danke, Herr Wallner, wir wissen jetzt, wohin die ÖVP wirklich will!
Postmoderne (Gast) - 4. Aug, 18:47

Blau-schwarz

Man muss kein Grüner sein um sich vor allem eines zu wünschen: Dass so unqualifiziertes Personal nicht mehr zu Ministerehren kommt. Sickl, Forstinger und wie sie alle geheissen haben. Bei aller Vorsicht, aber jetzt sollte sich Österreich auch einmal anschauen, was die Grünen leisten könnten. Vieles an "Gräuelpropaganda" würde sich als haltlos erweisen...
...und dass sich jemand um eine anständige Bildungspolitik kümmert ist super - Viel Erfolg Herr Dr. Walser!

Elmar Zuchristian (Gast) - 5. Aug, 08:48

Die Wunschvorstellungen der Vorarlberger Politiker bezüglich der möglichen oder unmöglichen Koalitionen nach der Wahl sind typisch für die jeweiligen Einzelinteressen der handelnden Personen.

Nicht einmal in der "Hochkonjunktur", (sie wurde unter verantwortungsloser Verschwendung aller vorhandenen Ressourcen künstlich erzeugt) hat es eine Große Koalition mit Zweidrittelmehrheit geschafft, die nötigen Reformen bezüglich Bildung, Pflege, Krankenkassen und Schuldenabbau voranzubringen.

Durch den dramatisch steigenden Ölpreis und die sich immer mehr abzeichnende Weltwirtschaftskrise werden wir uns auch in Österreich auf eine Dauerrezession einstellen müssen.

Wer auch immer regiert, wird es ungleich schwerer haben als bis jetzt, die verwöhnten Österreicher zufrieden zu stellen.

Farbenspiele und Machtkämpfe um Pfründe oder „Erbpachten“ bringen uns nicht weiter. Wir sollten Politiker wählen, welche bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.

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