Gegen staatliche Allmachtsgelüste!
Zehn Tierschützer sitzen in Österreich seit 21. Mai (!) de facto wegen zivilen Ungehorsams in Untersuchungshaft. Rechtliche Grundlage ist der § 278a, der zur Bekämpfung von kriminellen Vereinigungen dienen soll. Hintergrund: Stinkbomben in Kleiderbauer-Pelzabteilungen und Filmen in Tierfabriken. Man kann es kaum glauben, dass in Österreich im Jahr 2008 so etwas möglich ist. Der Staat schießt mit Kanonen auf Spatzen - oder steckt etwas anderes dahinter?
Der Verdacht liegt nahe, dass es sich bei der Vorgangsweise der Behörden um einen Pilotversuch gegen Bürgerinitiativen und NGOs handelt. Beim Haftprüfungstermin haben die Rechtsvertreter der Beschuldigten keine volle Akteneinsicht erhalten. Neben unserem Justizsprecher Albert Steinhauser hat das auch Heinz Patzelt, der Generalsekretär von Amnesty International scharf kritisiert und von einem „Gummiparagrafen“ gesprochen.
Dem Verteider der Inhaftierten ist beizupflichten: Weder besteht Verdunkelungs- noch neuerliche Tatbegehungsgefahr. Der Vorwurf der Bildung einer "kriminellen Vereinigung" ist geradezu absurd.
Wo bleibt der Aufschrei der österreichischen Zivilgesellschaft?
Unterstützungsmöglichkeit und weitere Informationen auf http://www.global2000.at/pages/stellungnahme_tierschutz.htm und http://www.antirep2008.tk/
Der Verdacht liegt nahe, dass es sich bei der Vorgangsweise der Behörden um einen Pilotversuch gegen Bürgerinitiativen und NGOs handelt. Beim Haftprüfungstermin haben die Rechtsvertreter der Beschuldigten keine volle Akteneinsicht erhalten. Neben unserem Justizsprecher Albert Steinhauser hat das auch Heinz Patzelt, der Generalsekretär von Amnesty International scharf kritisiert und von einem „Gummiparagrafen“ gesprochen.
Dem Verteider der Inhaftierten ist beizupflichten: Weder besteht Verdunkelungs- noch neuerliche Tatbegehungsgefahr. Der Vorwurf der Bildung einer "kriminellen Vereinigung" ist geradezu absurd.
Wo bleibt der Aufschrei der österreichischen Zivilgesellschaft?
Unterstützungsmöglichkeit und weitere Informationen auf http://www.global2000.at/pages/stellungnahme_tierschutz.htm und http://www.antirep2008.tk/
harald.walser - 4. Aug, 13:48
Laut Kurier sitzen die Tierschützer zurecht in U-Haft
Das Verhängen der U-Haft durch das Landesgericht Wiener Neustadt war nach Ansicht des OLG rechtmäßig, das das Vorliegen der Haftgründe Verdunkelungs- und Tatbegehungsgefahr nun ebenfalls bejahte. Im Hinblick darauf wurde die Fortsetzung der U-Haft um vorerst zwei Monate angeordnet.
Nächster gesetzlich vorgesehener Haftprüfungstermin ist der 11. September. Damit dürfte feststehen, dass die Tierschützer den Sommer im Gefängnis verbringen werden. "
Auch wenn Brigit Weinzinger noch so schäumt, dürfen die Behörden keine Einzelheiten bezüglich der, denTierschützern vorgeworfenen Straftaten veröffentlichen, wollen sie nicht Gefahr laufen, ähnlich wie Platter und Pühringer von einem gewissen Pilz an den Pranger gestellt zu werden.
Zurecht in U-Haft?
Was ich in diesem Fall kritisiere, ist die Tatsache, dass den Verteidigern die Hände gebunden sind. Es kann doch nicht sein, dass in einem Rechtsstaat keine volle Akteneinsicht gewährt wird. Instititionen wie Amnesty International oder Global 2000 sehen das auch so. Speziell die Stellungnahme von Global 2000 kann ich vollinhaltlich unterstützen: "Darüber hinaus ist GLOBAL 2000 äußerst beunruhigt, dass in diesem Fall der Paragraph 278a zum Einsatz gekommen ist und die angeblich vorliegende konkrete Beweislage, die laut dem Sprecher der Staatsanwaltschaft das Vorgehen rechtfertige, nicht in entsprechende Strafverfahren gegen Einzelpersonen wegen Sachbeschädigung, Nötigung bzw. gefährliche Drohung mündete."
Ich sage voraus: Sie werden es noch zutiefst bereuen, eine Top-Position im Ländle aufgegeben zu haben, um sich in grenzenlos naivem Idealismus, verbunden mit einer Überportion Narzissmus, in Wien politisch eine blutige Nase und privat ein frustrierendes Dasein zu holen!
Im Übrigen finde ich in Bezug auf die inhaftierten Kriminellen ("Tierschützer") den fanatischen Einsatz und die Infragestellung von Rechtstaat und Objektivität einer Staatsanwaltschaft durch div. Grünpolitiker (allen voran der politisch längst abgewrackte Peter Pilz) nur mehr unwürdig und peinlich!