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15. Januar 2009

Cyberangriff gegen den Aufruhrversand

Den Karl Öllinger mögen sie nicht. Ich habe Verständnis für die Abneigung: Als Rechtsextremist muss man sich vor ihm fürchten. Zum Glück bin ich keiner. Und ich mag den Karl!
Dass Skandale in Österreich oft recht lange brauchen, bis sie als solche wahrgenommen werden, beweist die derzeitige Diskussion um die Mitarbeiter von Martin Graf. Bei ihm mitgearbeitet haben sie nämlich schon lange, verschärft wird die Sache jetzt allerdings durch den Aufstieg des strammen Rechten zum 3. Nationalratspräsidenten. Die deutsche Tageszeitung „taz“ berichtete bereits am 24.2.2006 darüber, dass Antifaschisten den rechten Aufruhr-Versand gehackt und dessen 7.500 Kundendaten öffentlich gemacht haben: „Gehackte "Heimseite"
Dieser Cyberangriff auf den Aufruhrversand war der Höhepunkt einer ganzen Reihe von Hacks rechtsradikaler Internetforen und -versände.
Die 7500 Kundendateien des „Aufruhr“- Versandes waren monatelang im Internet frei verfügbar. Karl Öllinger hat eine CD mit rund 450 Bestelldateien aus Österreich, viele stammen aus dem Umfeld der FPÖ. Er hat die Bestelldateien von Vetter und Ploner für einen Bericht über den RFJ an das „profil“ weitergegeben. Wie „profil“ diese Woche belegt, strengte Vetter damals eine Klage gegen „profil“ an, die aber sofort zurückgezogen wurde, als klar war, dass „Profil“ bzw. ich im Besitz der Kundendateien sind.
Heute hat Karl Öllinger in der Klubsitzung festgehalten: Die Kundendateien des Versandes waren offensichtlich schlecht geschützt (siehe „taz“-Meldung). Mittlerweile ist das offensichtlich nicht mehr der Fall. Die Verwendung von öffentlich gemachten Dateien aus dem Internet ist mit Sicherheit kein Verstoß gegen den Datenschutz !
Öllinger: „Die Behauptung, die Grünen, die sonst immer den Datenschutz verteidigen würden, hätten in dieser Sache den Datenschutz grob verletzt, geht vollkommen ins Leere! Weder wurden die Daten von uns gehackt noch beschafft noch von uns „veröffentlicht“! Die Daten waren öffentlich (tw. noch immer) im Internet zugänglich und ich habe bisher nur die Daten von 2 Bestellern verwendet! Und zuletzt: die Behauptung von Graf, Vilimsky und Co., die Dateien seien gefälscht oder verfälscht, erledigt sich von selbst bzw. durch den „profil“-Beitrag. Die einzige „Bearbeitung“ der Bestelldateien erfolgte durch Konvertierung in eine „Word“-Datei.“

Trackback URL:
http://haraldwalser.twoday.net/stories/5447244/modTrackback

Kommentare
Klaus Bechter (Gast) - 15. Jan, 17:46

Danke für die Aufklärung!!

Sie sind KEIN Rechtsextremist . . . ist ja eine völlig neue Erkenntnis und als solche mindestens so interessant wie die STASI-Listen des TATBLATT-Schreiberlings Karli Ö. !!!

harald.walser - 15. Jan, 20:33

Gemach, gemach, Herr Bechter!

Lassen Sie mir doch die Freude. Zudem "Stasi-Listen" ist doch ein wenig stark - wenn Sie das trotz der Lektüre meines Eintrags und dem Wissen darüber, wie Karl Öllinger die Listen bekommen hat, dabei bleiben!
paulchen (Gast) - 2. Jul, 16:40

KEIN Rechtsextremist

Und ich hatte Sie eigentlich für vernünftig gehalten.
Manfred (Gast) - 15. Jan, 20:37

Es sei Ihnen gegönnt!

Wenn Sie schon sonst ö-weit politisch nicht wahrgenommen werden und in den Ö-Medien so gut wie nicht vorkommen, haben Sie mit fragwürdigen Methoden und Verleumdungen ("Holocaustleugner im Zentrum der Macht") bei Ihrem pawlow´schen Reflex-Thema "Rechtsextremismus" wenigstens jetzt ein klein wenig Medienaufmerksamkeit - es sei Ihnen gegönnt - Ihr Ego wird es nötig haben als Hinterbänkler und vor allem unter einer Chefin Glawischnig!

harald.walser - 15. Jan, 20:44

Sie haben übertrieben hohe Erwartungen in mich gesetzt!

Ich bin bei einer ersten Rückschau nämlich durchaus positiv überrascht, war von Anfang an etwas bescheidener und daher sehr zufrieden mit der Resonanz in den österreichweiten Medien: Ich bin von den Qualitätsblättern Presse, Standard und SN in den drei Monaten meines Abgeordneten-Daseins schon zu vier Gastkommentaren eingeladen worden, werde bei bildungspolitischen Themen ständig über die Position der Grünen gefragt und zudem - auch von nicht sehr grünnahen Einrichtung aus der Wirtschaft - zu Podiumsdiskussionen eingeladen. Wenn Sie noch höhere Erwartungen hatten, freut mich das wirklich!
Armin Soyka (Gast) - 15. Jan, 21:26

Die Fähigkeit zu lernen ist menschlich...

...und sogar der ignoranteste Teil unserer Gesellschaft hat sie"

"Ab heute läuft der Aufruhr-Versand mit einem neuen Shopsystem. Dieses System speichert keine Daten oder Bestellungen von euch Online - sondern schickt sie via Email direkt zum Bearbeiter.
Also können eure Daten nicht von Hackern aus einer Datenbank ausgelesen werden o.Ä. ."

Zitiat von der Startseite "aufruhrversand.de"

Armin Soyka (Gast) - 15. Jan, 21:27

Nachtrag

"Zur Sicherheit:

Dieses System speichert keine Daten oder Bestellungen von euch Online, sondern schickt sie via Email direkt zum Bearbeiter.

Also können eure Daten nicht von Hackern aus einer Datenbank ausgelesen werden.

Natürlich entwickelt sich die Technik immer weiter und wir versuchen immer auf dem neusten Stand zu bleiben, aber einen 100% Schutz gibt es wohl trotzdem nicht gegen zukünftige Hack-Angriffe."
Hans Wurst (Gast) - 15. Jan, 23:43

Zur Info!!

MIR wurden von der Firma Horch und Lausch, vorm. STASI, Bestellerlisten des in klerikalen Kreisen berüchtigten Beate Uhse-Versandes zugespielt - die meisten darauf verzeichneten BestellerInnen stammen (und jetzt festgehalten!) AUS DEM UMFELD DER GRÜNEN (!!), darunter auch mehrere Spitze(n)-Grüne aus dem Ländle - namentliche Veröffentlichungen demnächst in diesem Theater . . .

Alimentarius (Gast) - 16. Jan, 09:11

Mein Vorschlag:

Wenn der Karl schon so gut ist, warum geht er dann nicht einfach mit den Mitarbeitern des 3. Nationalratspräsidenten auf einen Kaffee. Da ließe es sich doch ganz einfach klären, wie die beiden Männer heute zu ihren Taten stehen. Auch Sie, Herr Dr. Walser könnten sich als Pädagoge am Gespräch beteiligen und den jungen Männern helfen, ihre gravierenden Fehler nicht nur zu gestehen, sondern auch nach Kräften wieder gut zu machen.

Fragender (Gast) - 16. Jan, 11:44

Die Daten waren also öffentlich zugänglich?(sie haben sich trotzdem an gehackten Daten zu schaffen gemacht und dies spricht eindeutig gegen ihre Einstellung!),Sie haben auch nur Daten von 2 Bestellern verwendet(Wo liegt der Unterschied ob 2 oder 10?)
Also wenn sie solche Argumente verwenden, zweifel ich schwer ihren Doktor Titel an!

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