Donnerstag, 26. Februar 2009

Harte, aber faire Diskussion erwünscht!

Eines vorweg: Ich musste den heutigen Beitrag "Schmied auf Gehrers Spuren" kurzfristig vom Blog nehmen, weil in einigen User-Beiträgen ehrenrührige Aussagen gemacht werden. Um allfällige gerichtliche Maßnahmen nicht zu behindern, wollte ich den Beitrag nicht löschen, sondern habe ihn nur offline gestellt und meinen Text kopiert. Daher waren vorläufig alle User-Einträge nicht abrufbar. Danke für das Verständnis.
Das Ergebnis der Untersuchung war übrigens interessant. Die beiden rechtlich problematischen Einträge vom 26.3.2009 mit den anonymen Benutzernamen "Manfred" und "Gsi" wurden beide von einem Server in Ungarn Server abgeschickt:
82-131-150-108.pool.invitel.hu [Srv]
82-131-150-108.pool.invitel.hu [Srv]
Mich freut es, wenn es auf meinem Blog heftige Diskussionen gibt, wenn Menschen mit unterschiedlicher politischer Grundeinstellung und unterschiedlichen tagespolitischen Positionen hier im positiven Sinn über die "richtige" Einstellung "streiten". Diffamierungen und ehrverletzende Aussagen werde ich aber so schnell wie möglich löschen bzw. den zuständigen Behörden zur Bewertung übergeben.

Schmied auf Gehrers Spuren

Man fühlt sich wirklich zurückerinnert an die unseligen Zeiten, in denen Elisabeth Gehrer das Bildungssystem kaputt gespart hat - durch Streichung von Klassenvorstandsstunden, Erhöhung der Arbeitszeit mittels Supplierverpflichtung, Streichung von Unterrichtsstunden und anderen Sparmaßnahmen. Schmied betreibt nun weitere Verschlechterungen für die Schulen. Wenn ihre Pläne konsequent durchgezogen würden, bedeutet das den Arbeitsplatzverlust für 10-12.000 LehrerInnen.
War da nicht die Rede von Bildunsgoffensive, von Reformen, von Ausbauprogrammen für die Ganztagsschule, Teamteaching? Und was ist mit jenen StudentInnen und JunglehrerInnen, die derzeit das Probejahr machen oder ihr Studium abschließen und auf eine Anstellung hoffen? Sie müssen jetzt wohl mit einem Aufnahmestopp rechnen.
In Krisenzeiten Geld bei Schule und Ausbildung zu sparen, ist grob fahrlässig und vernichtet die Chancen unserer Kinder. Die Bildung braucht gerade in Krisenzeiten mehr Geld. Um die besten LehrerInnen zu gewinnen, brauchen wir eine neues Dienst- und Besoldungsrecht und keine radikalen Sparmaßnahmen! Die geplante Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung verschlechtert die Situation für die LehrerInnen gravierend. Gefordert sind Maßnahmen, die sie fit machen für die Schule der Zukunft, wie Schmied immer so schön formuliert.
Die LehrerInnen leiden bereits jetzt unter äußerst schwierigen Arbeitsbedingen. Burn-out, Krankenstände und stressbedingte psychische Erkrankungen nehmen laufend zu. Für LehrerInnen gibt es keine geeigneten Arbeitsplätze an Schulen, sie übernehmen immer mehr Erziehungs- und Sozialarbeit. Wenn Schmied international übliche Verhältnisse herstellen will, dann muss sie die Qualität der Arbeitsplätze erhöhen, Supervision anbieten und SozialarbeiterInnen sowie SchulpsychologInnen an allen Schulen bereitstellen. Und was macht sie? Populäres LehrerInnen-Bashing wie zu Gehrers Zeiten!

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