Weihnachten, Religion und der Staat!
Sage noch einer, das habe keine Symbolkraft: Wochenlang haben sich in Athen protestierende Aktivisten und Autonome mit der Polizei blutige (leider sogar in einem Fall tödliche) Auseinandersetzungen geliefert. Konzentriert hat sich der Kampf zuletzt auf den Sindagma-Platz im Zentrum Athens - zum Symbol wurde ausgerechnet der dortige Weihnachtsbaum. Am Samstag haben Aktivisten Müll an den künstlichen Baum gehängt. Die Staatsmacht schlug zurück und die Bereitschaftspolizei bildete einen Schutzgürtel rund um den Baum. Das absurde Spektakel erinnert an Theaterstücke von Eugène Ionesco oder Samuel Beckett. Eine griechische Zeitung fragte denn auch, was die Polizei eigentlich schützen wollte: "Hat die Polizei die Sauberkeit des Baums beschützt? Oder die Reihenfolge, mit der die Kugeln aufgehängt worden sind? ... Woran hat der kluge Kopf gedacht, der die Polizei angewiesen hat, dass der Baum bedroht ist? An den Sturz des Systems? Genau daran. Die Sache steht so wie die Macht sie darstellt, und keiner kann das ändern, wenn nicht die Macht den Befehl gibt. Das ist der Autoritarismus in seiner stärksten Form. Den haben wir jetzt, und wir erleben ihn in diesen letzten Wochen ganz intensiv."
Staat und Religion - eine unendliche Geschichte. Übrigens war schon der Beginn des Weihnachtsfestes im Römischen Reich eine Machtdemonstration des eben zur Staatskirche gewordenen Christentums bzw. der Machthaber, die sich der neuen Religion zur Machterhaltung bedienten.
Die christlich-religiöse Interpretation des Weihnachtsfestes ist nämlich nur eine Seite. Es gibt auch viele andere Aspekte, die beachtenswert sind.
Nachdem Kaiser Konstantin der Große (306 bis 339) das Christentum zur Staats-Religion erhob, wurden alte Gottheiten wie Sol Invictus (der "unbesiegte" römische Sonnengott) und Mithras verfolgt. Einiges wurde aber auch übernommen und neu interpretiert. So wurde Weihnachten ab dem Jahr 336 von Konstantin als chrsitliches Fest neu eingeführt. Dabei wurde ein damals zum selben Zeitpunkt gefeiertes und in der Bevölkerung sehr beliebtes Fest zu Ehren des Sonnengottes Sol Invictus schlicht uminterpretiert. Konstantin erschien zu dieser ersten Feier übrigens als Sol Invictus! Wie auch immer, eines ist sicher: Die christlich-religiöse Interpretation steht auf wackeligen Beinen. Es gibt auch gar keine biblische Begründung für die Weihnachstfeier. Nur das Abendmahl ist - als einzige Feier - in der Bibel verankert.
Es scheint jedenfalls so, dass der Schutz des Weihnachtsbaumes auf dem Sindagma-Platz in Athen als staatliche Machtdemonstration gar nicht so absurd ist, wie es zuerst den Anschein hat!
Staat und Religion - eine unendliche Geschichte. Übrigens war schon der Beginn des Weihnachtsfestes im Römischen Reich eine Machtdemonstration des eben zur Staatskirche gewordenen Christentums bzw. der Machthaber, die sich der neuen Religion zur Machterhaltung bedienten.
Die christlich-religiöse Interpretation des Weihnachtsfestes ist nämlich nur eine Seite. Es gibt auch viele andere Aspekte, die beachtenswert sind.
Nachdem Kaiser Konstantin der Große (306 bis 339) das Christentum zur Staats-Religion erhob, wurden alte Gottheiten wie Sol Invictus (der "unbesiegte" römische Sonnengott) und Mithras verfolgt. Einiges wurde aber auch übernommen und neu interpretiert. So wurde Weihnachten ab dem Jahr 336 von Konstantin als chrsitliches Fest neu eingeführt. Dabei wurde ein damals zum selben Zeitpunkt gefeiertes und in der Bevölkerung sehr beliebtes Fest zu Ehren des Sonnengottes Sol Invictus schlicht uminterpretiert. Konstantin erschien zu dieser ersten Feier übrigens als Sol Invictus! Wie auch immer, eines ist sicher: Die christlich-religiöse Interpretation steht auf wackeligen Beinen. Es gibt auch gar keine biblische Begründung für die Weihnachstfeier. Nur das Abendmahl ist - als einzige Feier - in der Bibel verankert.
Es scheint jedenfalls so, dass der Schutz des Weihnachtsbaumes auf dem Sindagma-Platz in Athen als staatliche Machtdemonstration gar nicht so absurd ist, wie es zuerst den Anschein hat!
harald.walser - 24. Dez, 00:09