Busek von der Rolle: 68er sind schuld!
Nun wissen wir es also. Erhard Busek hat die ultimative Erkenntnis für das schlechte Abschneiden österreichischer SchülerInnen bei den diversen internationalen Testungen. In der Zeitung Österreich verkündet er: „Schuld sind die 68er-Lehrer mit Anti-Leistung.“
Starker Tobak. Der ehemalige „bunte Vogel“ transportiert ein altes Vorurteil in konservativen Kreisen. Leider bleibt er uns die Erklärung schuldig, warum die 68er ausgerechnet im beschaulichen Österreich so erfolgreich waren und nicht etwa in den skandinavischen Ländern – wo sie wesentlich zahlreicher und energischer aufgetreten sind.
In Fachkreisen wird denn auch auf andere Zusammenhänge für das seit Jahren zu beobachtende Zurückfallen österreichischer SchülerInnen hingewiesen. Laut einer SORA-Umfrage müssen 85% der Eltern mit Kindern im schulpflichtigen Alter bis 14 die Hausaufgaben ihrer Kinder betreuen, mehr als die Hälfte davon täglich. Jährlich geben bei uns Eltern fast 140 Millionen Euro für Nachhilfe aus. Wäre es möglich, dass man hier ansetzen müsste? Wäre es möglich, dass die Ganztagsschule eine Lösung des Problems ist? Das österreichische Institut für Bildungsforschung stellt fest: Je weniger die Eltern verdienen, desto eher wechseln ihre Kinder nach der vierten Klasse Volksschule nicht in die AHS-Unterstufe, - auch wenn sie laut Volksschulzeugnis die AHS-Reife gehabt hätten. Das setzt sich fort über die Oberstufe bis zum Studium. In unserem Bildungssystem gehen also zu viele Begabungen verloren. Wäre es möglich, dass die von der ÖVP noch immer mit dem Kampfbegriff „Eintopfschule“ diffamierte Gesamtschule eine Lösung des Problems ist?
Es ist mutig von einem ÖVP-Politiker, in dessen Partei immer noch der Kampfbegriff der „Zwangstagsschule“ herumgeistert, ausgerechnet die wenigen 68er für den heimischen Bildungsnotstand verantwortlich zu machen und nicht die jahrzehntelange Reformverweigerung seiner Partei!
Starker Tobak. Der ehemalige „bunte Vogel“ transportiert ein altes Vorurteil in konservativen Kreisen. Leider bleibt er uns die Erklärung schuldig, warum die 68er ausgerechnet im beschaulichen Österreich so erfolgreich waren und nicht etwa in den skandinavischen Ländern – wo sie wesentlich zahlreicher und energischer aufgetreten sind.
In Fachkreisen wird denn auch auf andere Zusammenhänge für das seit Jahren zu beobachtende Zurückfallen österreichischer SchülerInnen hingewiesen. Laut einer SORA-Umfrage müssen 85% der Eltern mit Kindern im schulpflichtigen Alter bis 14 die Hausaufgaben ihrer Kinder betreuen, mehr als die Hälfte davon täglich. Jährlich geben bei uns Eltern fast 140 Millionen Euro für Nachhilfe aus. Wäre es möglich, dass man hier ansetzen müsste? Wäre es möglich, dass die Ganztagsschule eine Lösung des Problems ist? Das österreichische Institut für Bildungsforschung stellt fest: Je weniger die Eltern verdienen, desto eher wechseln ihre Kinder nach der vierten Klasse Volksschule nicht in die AHS-Unterstufe, - auch wenn sie laut Volksschulzeugnis die AHS-Reife gehabt hätten. Das setzt sich fort über die Oberstufe bis zum Studium. In unserem Bildungssystem gehen also zu viele Begabungen verloren. Wäre es möglich, dass die von der ÖVP noch immer mit dem Kampfbegriff „Eintopfschule“ diffamierte Gesamtschule eine Lösung des Problems ist?
Es ist mutig von einem ÖVP-Politiker, in dessen Partei immer noch der Kampfbegriff der „Zwangstagsschule“ herumgeistert, ausgerechnet die wenigen 68er für den heimischen Bildungsnotstand verantwortlich zu machen und nicht die jahrzehntelange Reformverweigerung seiner Partei!
harald.walser - 10. Dez, 00:12