Noch einmal Zahlen und Fakten gegen Hetze!
Die FPÖ ist in den letzten Tagen wiederholt mit folgender Behauptung auf Stimmenfang gegangen. Bernhard Themessl: „Von den rund 50.000 Netto-Zuwanderern, die im Jahre 2006 nach Österreich gekommen sind, gehen bis heute nur 4000 (oder 5000) einer Erwerbsarbeit nach.“
Nichts daran stimmt – und nichts ist belegbar. Es fängt schon mit der Zahl der Nettozuwanderung im Jahre 2006 an. Nimmt man nur die Zahl der Wanderungsgewinne bei ausländischen Staatsangehörigen, dann waren es 32.480 Personen; rechnet man die Wanderungsbilanz der InländerInnen dazu, dann sind noch einmal um 5.000 weniger, weil mehr InländerInnen aus- als zurückgewandert sind (Statistik Austria – Bevölkerungsstand 2007, Wien 2007, S. 19-20).
Also: von 50.000 im Jahre 2006 keine Spur. Das ist eine FPÖ-Erfindung. Dazu kommt: In der AusländerInnen-Wanderungsbilanz von 32.480 Personen sind mehr als die Hälfte EU-Staatsangehörige, darunter natürlich jede Menge Deutsche. 45% (14.735 Personen) kamen aus Nicht-EU-Staaten.
Schon da hätte bei alten „Nationalen“ aus der FPÖ etwas läuten müssen: Deutsche Blutsbrüder, die sich bei uns auf die faule Haut legen? Es hat aber nichts geläutet. Das kommt davon, wenn man „Ausländer“ sagt, aber nur „Türken“ meint (männliche FPÖ-Sprache).
Welche Auswirkung hatte die Netto-Zuwanderung von AusländerInnen (EU wie Nicht-EU) auf den Arbeitsmarkt? Wie viele haben eine Arbeit aufgenommen? Wir wissen es nicht genau, weil die Statistik die Erwerbskarriere zuwandernder Menschen nicht verfolgt. Die Gesamtzahlen der AusländerInnenbeschäftigung verändern sich auch durch inländische Zu- und Abgänge (z.B. neu eintretende Jugendliche und Pensionierungen), also nicht nur durch Zuwanderung von außen. Aber eines steht fest: Die Erwerbstätigkeit von AusländerInnen ist in Österreich in den Jahren 2006 und 2007 erheblich gestiegen. Und zwar im Jahre 2006 um 11.100 Personen, und 2007 um weitere 26.000 Personen (auf 410.700) (Statistik Austria – Arbeitskräfteerhebung 2005, 2006 und 2007, Zahlen jeweils aus Tabelle D1).
Die FPÖ-Behauptung, 90% der von ihr erfundenen 50.000 Netto-ZuwandererInnen des Jahres 2006 würden sich bei uns einen arbeitsfreien Lenz machen, ist jedenfalls aus der Luft gegriffen. Sie ist freiheitliche Horror-Mathematik.
Nichts daran stimmt – und nichts ist belegbar. Es fängt schon mit der Zahl der Nettozuwanderung im Jahre 2006 an. Nimmt man nur die Zahl der Wanderungsgewinne bei ausländischen Staatsangehörigen, dann waren es 32.480 Personen; rechnet man die Wanderungsbilanz der InländerInnen dazu, dann sind noch einmal um 5.000 weniger, weil mehr InländerInnen aus- als zurückgewandert sind (Statistik Austria – Bevölkerungsstand 2007, Wien 2007, S. 19-20).
Also: von 50.000 im Jahre 2006 keine Spur. Das ist eine FPÖ-Erfindung. Dazu kommt: In der AusländerInnen-Wanderungsbilanz von 32.480 Personen sind mehr als die Hälfte EU-Staatsangehörige, darunter natürlich jede Menge Deutsche. 45% (14.735 Personen) kamen aus Nicht-EU-Staaten.
Schon da hätte bei alten „Nationalen“ aus der FPÖ etwas läuten müssen: Deutsche Blutsbrüder, die sich bei uns auf die faule Haut legen? Es hat aber nichts geläutet. Das kommt davon, wenn man „Ausländer“ sagt, aber nur „Türken“ meint (männliche FPÖ-Sprache).
Welche Auswirkung hatte die Netto-Zuwanderung von AusländerInnen (EU wie Nicht-EU) auf den Arbeitsmarkt? Wie viele haben eine Arbeit aufgenommen? Wir wissen es nicht genau, weil die Statistik die Erwerbskarriere zuwandernder Menschen nicht verfolgt. Die Gesamtzahlen der AusländerInnenbeschäftigung verändern sich auch durch inländische Zu- und Abgänge (z.B. neu eintretende Jugendliche und Pensionierungen), also nicht nur durch Zuwanderung von außen. Aber eines steht fest: Die Erwerbstätigkeit von AusländerInnen ist in Österreich in den Jahren 2006 und 2007 erheblich gestiegen. Und zwar im Jahre 2006 um 11.100 Personen, und 2007 um weitere 26.000 Personen (auf 410.700) (Statistik Austria – Arbeitskräfteerhebung 2005, 2006 und 2007, Zahlen jeweils aus Tabelle D1).
Die FPÖ-Behauptung, 90% der von ihr erfundenen 50.000 Netto-ZuwandererInnen des Jahres 2006 würden sich bei uns einen arbeitsfreien Lenz machen, ist jedenfalls aus der Luft gegriffen. Sie ist freiheitliche Horror-Mathematik.
harald.walser - 24. Sep, 20:49
