Samstag, 30. August 2008

Neue Ideen braucht das Land!

Unser Land gibt wirklich einiges her: Wenn ich mit meinem Mountainbike auf das „Gsohl“ oder den Wendkopf (jeweils oberhalb von Hohenems) fahre und ins Tal schaue, fühle ich mich privilegiert. So schnell - relativ - allein sein zu können und einen derartig tollen Ausblick zu genießen, das gibt es nicht überall.
Die Verbauung aber - auch das wird beim Blick von „oben“ deutlich - schreitet massiv voran. Und was ins Auge springt, ist der Landschaftsverbrauch durch die Straßen - speziell die Autobahn. Man sollte die hohen Herren und die wenigen hohen Damen aus dem Landhaus vielleicht einmal mitnehmen: Es wird nämlich mit einem Blick klar, dass wir dringenden Handlungsbedarf haben, um die wenigen größeren Grünflächen im Rheintal zu schützen. Weitere Straßenbauten in unverbaute Gebiete darf es nicht geben.
Gleichzeitig können und dürfen wir uns aber dem Bedürfnis und der Notwendigkeit nach Mobilität nicht verschließen. Johannes Rauch hat schon vor zwei Jahren die Idee der Ringstraßenbahn im Unteren Rheintal ventiliert. „Unmöglich!“, „Viel zu teuer!“, war zu hören. Der unsinnige Achraintunnel und die 2. Pfänderröhre kosten zusammen inzwischen etwa 500 Millionen Euro und bringen der Bevölkerung genau – gar nichts!
Nähere Informationen zu diesem Projekt gibt es auf der Homepage von Johannes Rauch: http://static.twoday.net/rauch/files/ringstrassenbahn-endf1.pdf und - inzwischen denken ja auch viele Unternehmer fortschrittlicher als die Landesregierung - beim Bregenzer Bauunternehmer Hubert Rhomberg (er tritt nicht nur für die Ringstraßenbahn, sondern auch für zukunftsweisende Lösungen im Alpentransitverkehr, etwa einen Pfänder-Eisenbahntunnel etc., ein):
http://www.vol.at/news/tp:vol:vorarlberg/artikel/muessen-heute-fuer-2050-planen/cn/news-20080821-07025282
Die Ringstraßenbahn würde rund 300 Millionen Euro kosten, würde das Stauproblem an den neuralgischen Punkten in Lustenau, Höchst und Bregenz lösen helfen, gäbe den benzinpreisgeplagten Autofahrern die Möglichkeit Sprit und somit viel Geld zu sparen, würde im Wohngebiet und/oder auf vorhandenen Verkehrswegen verlaufen und somit keine unverbauten Flächen benötigen – es wäre schlicht ein innovatives Zukunftsprojekt!
Wenn das verwiorklicht werden sollte, können auch meine Kinder und die möglichen Enkelkinder in einigen Jahren noch aufs Gsohl und den Wendkopf fahren und einen faszinierten Blick ins immer noch schöne Rheintal werfen!

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